Wahlkampfbeobachter
gemeinfrei

In diesem Jahr bekomme ich anders als bisher zunehmend den Eindruck, es handelt sich bei diesem Bundestagswahlkampf eher um eine Art PolitikerInnenmikado. Wer sich zuerst bewegt oder zu laut äußert hat verloren. Dabei geht es  hierbei vorwiegend um zwei völlig altbekannte, aber anscheinend völlig gelangweilte und/oder langweilige WahlkämpferInnen. Besser gesagt um zwei im Wahlkampf anwesende PolitikerInnen. Also zumindest um zwei, die den Anschein erwecken, als würden sie im Wahlkampf um Stimmen kämpfen. Oder zumindest so tun, als würden sie … ok, lassen wir das. In jedem Falle beruft sich die Kanzlerin darauf, alles ganz toll gemacht zu haben. Was das sein soll, sagt sie lieber nicht. Ab und zu spricht sie auch von tollgemachten Dingen, die eher und eigentlich schlecht für das Volk sind. Aber das ist eben Politik. Etwas, was gründlich in die Hose gegangen ist, kann in der Politik als voller Erfolg verkauft werden. Geht alles und fällt kaum auf. (mehr …)

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Zum Glück habe ich kein Fernsehgerät. Echt jetzt. Wahrscheinlich hätte ich nämlich inzwischen schon längst einen in der Wohnung üblichen losen Gegenstand als Wurfgeschoss zweckentfremdet und in das Gerät geworfen. Oder vielleicht hätte ich auch das parkende Auto beiseite gefahren und den Fernseher genüßlich aus dem Fenster fallen lassen. Denn abgesehen von den kanalunabhängig zumeist todlangweiligen Sendungen würden mir gerade jetzt die ständigen Wiederholungen der völlig unterirdisch gestalteten Wahlwerbespots der Parteien höllisch auf die Nerven gehen. Bereits das einmalige Ansehen im Videokanal hat mir derart zugesetzt, dass die Toleranzgrenze zur Zerstörung meines geliebten Rechners bereits gesenkt wurde. (mehr …)

Wahlurne – gibt es in allen politischen Farben – gemeinfrei

Ich weiss nicht, wie es euch so ergeht, aber beim Thema Wahlkampf taucht bei mir zuerst die Frage auf: welcher Wahlkampf? War da was?
Natürlich sind die inzwischen zunehmenden Wahlplakate am Strassenrand und an den Laternenpfählen nicht zu übersehen, und hier und da kann man vermehrt geschäftige Menschen aus den politischen Ortsvereinen beim Anbringen solcher Plakate beobachten. Die darauf enthaltenen Bilder und Texte sind jedoch so eindringlich uninteressant gestaltet, dass ich mich an keines wirklich erinnern kann. Sogar das überdimensional wuchtige bayerische CSU-Plakat zur Landtagswahl am 15. September (huch, schon in vier Wochen) musste ich mir erst erneut im Internet anschauen, weil im Vorbeifahren nichts von dessen Inhalt im Gedächtnis geblieben ist. Die Inhaltsleere des Plakates gleicht der Inhaltsleere der werbenden Partei, und da ist die CSU keine Ausnahme. (mehr …)