Schavanisten

Schavanisten – gemeinfrei

Wer bisher gehofft hat, dass mit der vom Bundeskabinett gegen den Willen des Auswärtigen Amtes beschlossenen Entsendung der studienabschlusslosen und entdokterten Annette Schavan auf das christlich-politische und pfründeversorgende Abstellgleis auf den deutschen Botschafterposten im Vatikan Ruhe um die Hintergründe des Doktorentzugs eingekehrt ist, wird nun heftig enttäuscht werden. Unter dem Titel: „+++ EILT: #schavangate +++“ hat Simone G., Autorin des Blogs Causa Schavan, eine Reihe von Hintergrundberichten angekündigt. Diese speisen sich aus dem ihr nun vorliegenden „umfangreichen internen Material“ der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf über die massiven Versuche der Einflussnahme durch verschiedene Personen aus Politik und Wissenschaft während des Verfahrens um Schavans Dissertation. (mehr …)

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Meine erste Begegnung mit euch ist schon lange her. Da war ich im Urlaub in Bayern. Wir Kinder standen am Strassenrand und winkten einer Truppe GIs zu, die auf der ungeteerten staubigen Strasse durch das Dorf marschierten. Dabei deutete ich auf ein Funkgerät, das einer der Soldaten bei sich trug, und wie selbstverständlich kam dieser auf mich zu und hielt mir das Funkgerät ans Ohr. Ich war erfreut, obwohl ich kein Wort verstand. Später, als ich nach Bayern umgezogen war, grüßte ich bei Fahrten aus dem Auto heraus jeden GI, die mir bei den damaligen Manövern in der Nähe meines neuen Wohnortes häufig begegneten. Da war ich mir bereits der Geschichte bewusst, die uns verbindet. (mehr …)

„Das Christentum ist nie eine konservative, sondern immer eine fortschrittliche Bewegung gewesen“

Peter Tauber, konservativer CDU-Generalsekretär(Quelle)

Da fällt mir nichts mehr ein ausgenommen:

Zeichnung: Jacques Tilly © über hpd

Weisheit

gemeinfrei

Die Wissenschaften und in diesem Falle ganz besonders die Naturwissenschaften haben einen zunehmend schweren Stand. Das ist seit einiger Zeit nicht nur in Deutschland zu beobachten, sondern ebenso in Österreich. In gleichem Maße nämlich, wie die Durchseuchung der Politik und der Gesellschaft bis zur unerträglichen Schmerzgrenze mit esoterischen und alternativmedizinischen Humbug, quacksalberischen Heilsversprechen und minderbemittelten Pseudowissenschaften stattfindet, hat gleichzeitig in den letzten Jahren das Ansehen vor allem der Naturwissenschaften rapide abgenommen. In Österreich geht das inzwischen so weit, dass Wissenschaftsminister Esoteriker mit Orden behängen und gleichzeitig aus der Finanzierung der Cern-Forschung aussteigen wollen, wie Florian Freistetter auf Falter.at schreibt. (mehr …)

Stinkefinger – gemeinfrei

Die Aufregung ist groß. Sehr groß. Der Bayerische Rundfunk redet gar von einem Skandal! Steinbrück hat es getan! Stinkefinger, ihr wisst schon. Er hat sich dazu hinreissen lassen, eine „für einen Kanzlerkandidaten sich verbietende Geste“ (Philipp Rösler, FDP-Mitglied und Stinkefingerexperte) zu zeigen. Er hat es wirklich getan! Nackt! Also, der Finger, nicht Steinbrück. Und das, obwohl er Kanzlerkandidat ist und als Vorbild für alle … äh … sein sollte. Für die Jugend! Für die Erwachsenen! Für die Kinder! Und sogar für die einfachen Hinterbänkler Parteiabgeordneten in der FDP. Und dann sowas! Ein Stinkefinger! Für alle sichtbar! Als Bundeskanzlerkandidat! Das geht ja wirklich nicht! Skandal! Das Amt des Kanzlerkandidaten ist beschädigt! Die Bundestagswahl ist beschädigt! Deutschland ist beschädigt! Die Welt ist beschädigt, und überhaupt das Weltall … Welch Frevel!!!1!11 (mehr …)

In einem Gastkommentar im Journalistenblog ruhrbarone hat Sebastian Bartoschek unter dem Titel: „Warum Barbara Steffens ihr Ministerium beschämt“ recht ausführlich das mangelnde Verständnis der NRW-Gesundheitsministerin beschrieben, sich mit wissenschaftlichen Standards und Statistiken auseinander zu setzen. Gleichzeitig versucht sie mit rhetorischen Taschenspielertricks ihren alternativen „Befreiungsschlag“ umzusetzen. Bartoschek reagiert dort auf eine Erklärung aus dem Ministerium von Steffens unter dem Titel „Ideologiefrei über beste Wege der Heilung reden„, in der sie nicht einmal auf solche quacksalbertypischen Sätze wie „Wer heilt, hat recht“ [1] verzichtet oder mit solchen unwissenschaftlichen Sätzen glänzt „…nicht alles, was im menschlichen Körper geschieht, wissenschaftlich zu erklären ist.“[1] Bartoschek sieht in dieser Aussage eine „Feststellung, die man auf Astrologie-Fernsehsendern erwartet, nicht aber von der Chefin einer Fachverwaltung“ [2], demzufolge dürfte nach seiner Ansicht diese „Unbedarftheit im Umgang mit Studien und Statistiken (…) bei Steffens´ eigenen Mitarbeitenden zu Fremdschämen führen“ [2]. (mehr …)

Eigentlich mag ich mich ja zum politischen Tagesgeschäft  oder über politischen Themen gar nicht äußern, aber in diesem Fall mache ich heute die berühmte Ausnahme, auch wenn es gar nicht so wirklich um ein politisches Thema geht. Eher geht es um die zumeist ziemlich direkten und gar nicht diplomatischen Äußerungen von Peer Steinbrück, der das Wort „Klartext“ auf seine Kanzlerkandidats-Fahnen geschrieben hat. Nach der Italienwahl soll er gesagt haben: „Bis zu einem gewissen Grad bin ich entsetzt, dass zwei Clowns gewonnen haben“. Sicherlich mag das ziemlich respektlos gegenüber wohlverdiente und seriöse Zirkusclowns sein, aber im Prinzip gehören solche Äußerungen zu den erfrischenden Statements eines Menschen, der von sich behauptet, Klartext zu reden. (mehr …)