Der Astrophysiker Harald Lesch, bekannter wissenschaftserklärender Fernsehmoderator und neben seiner Professur für Physik auch Lehrbeauftragter für Naturphilosophie, ist nach Angaben des Domradios der Ansicht, dass womöglich „die Menschen (…) die einzig intelligenten Wesen in der Milchstraße“ seien. Weiter heisst es: „Das Universum hat sich mit uns jedenfalls eine Menge Arbeit gemacht“ (Quelle). Das Domradio zitiert dabei aus einem Interview mit Lesch aus einer aktuellen Beilage der Süddeutschen Zeitung. (mehr …)

Politik gehört nicht gerade zu meinen Steckenpferden. Deshalb verfolge ich das politische Tagesgeschäft kaum. Ich hätte mich in meinem Blog auch bisher nicht darüber geäußert, wenn nicht hin und wieder von den Parteien situationskomische Wahlwerbung präsentiert worden wäre, bei dem etwa einem Politiker fast Gebiss und Frühstück aus dem Gesicht fällt, während er seine Parteiwerbung abspult. Oder in irgendeinem Bundesland es nicht irgendwelche skurrilen Forderungen nach einem Gottesbezug in der Verfassung gegeben hätte, die dann letztendlich doch abgeschmettert wurden, weil nicht nur Religionen auf dem Rückzug sind, sondern auch Sinn und Zweck einer solchen Fantasieformulierung keinen Bestand mehr hat. Insofern regt mich Politik kaum auf. Bis heute! (mehr …)

Seit einigen Jahren wird alljährlich das Goldene Brett vorm Kopf für den größten anzunehmenden pseudowissenschaftlichen Unsinn von der österreichischen Gesellschaft für kritisches Denken (GkD) verliehen. Die GkD ist eine regionale Wiener Skeptikergruppe der GWUP, der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften. In diesem Jahr sind die gemeldeten Anwärter für die verdienten Negativ-Ehrungen, die am 26. November humoristisch und feierlich „gnadenlos“ zum vierten Mal in der Urania Wien verliehen werden sollen, besonders zahlreich. (mehr …)

Nicht mehr als ein Ernteschaden – gemeinfrei

Vor einiger Zeit hatte ich bereits über den Kornkreis-Unfug berichtet und auf ein Video verwiesen, in dem minutiös aufgezeigt wird, wie Kornkreise entstehen. Das hält jedoch wie in jedem Jahr nicht einmal angeblich seriöse Magazine davon ab, über solche Kornkreise zu spekulieren. Im Rahmen des zunehmend verfallenden Qualitätsjournalismus – den LeserInnen schon lange mit der Lupe suchen müssen und zumeist nicht mehr finden – schreibt etwa der derzeit sowieso schon in die Kritik geratene SPIEGEL in seinem Onlinemagazin darüber. Und das ausgerechnet auf seiner Wissenschaftsseite. Dort steht als Bildunterschrift, dass die Entstehung der Kornkreise „Rätsel“ aufgeben würden. Tja, liebe Journalisten, auch hier wäre eine zweiminütige Recherche nicht schlecht gewesen und hätte bessere Einsichten gebracht. Doch darauf hoffen wir inzwischen wohl völlig vergebens. (mehr …)

Von unseren Universitäten, dem Hort wissenschaftlicher Kompetenz – zumindest glaube ich, dass sie das noch sind, also zumindest so halbwegs –  sind wir ja inzwischen einiges  an quacksalberischen Inhalten gewohnt. Nachzulesen ist das nach wie vor in der Liste des Skeptikerportals Psiram, in der die von pseudowissenschaftlichem Unsinn unterwanderten Hochschulen alphabetisch aufgeführt sind. Neuerdings jedoch wollen wohl auch Naturkundemuseen in dieser Hinsicht gleichziehen und öffnen ihre Pforten für den Bereich des kruden Blödsinns. Vielleicht auch deshalb, um die vermutlich schwächelnden Besucherzahlen in solchen Einrichtungen zu steigern. Insofern scheint sich auch hier die zunehmende Integration pseudowissenschaftlicher Themen jeglicher Art zu lohnen, um BesucherInnen in die Museen zu führen – und damit gleichzeitig hinters Licht. (mehr …)

Als der Meta-Skeptikerblog THE SKEPTATOR 2012 eingerichtet wurde – der unter dem Motto „Wissenschaft und kritisches Denken“ läuft –  hat mich der Betreiber damals freundlicherweise aufgenommen. Zu der Zeit schrieb ich noch häufiger skeptisch über esoterische und alternativmedizinische Themen. Inzwischen bin ich ein wenig von dieser Thematik abgedriftet zu Religion und Politik, aber eigentlich sind das jetzt nicht so wirklich meine Steckenpferde, auch wenn sie sich immer wieder mit meinem Interessengebiet überschneiden. So etwa in Sachen Ernährung und Genwissenschaft und die gegenläufige ideologische Bevormundungs- und Angstpolitik der Grünen. Oder die Ablehnung der Homosexualität durch religiöse oder konservative Vertreter aufgrund nicht existenter „natürlicher Gesetze„. Zudem hatte ich zwischenzeitlich die schon lange währende Trennung von der religiösen Institution auch formal vollzogen, was mir ein paar  Einträge wert war. (mehr …)

Mahnung zur Demut gemeinfrei

Obwohl ich mich vor einiger Zeit schon einmal über die unsinnige und völlig überflüssige Demut ausgelassen habe bekomme ich nach wie vor „die Krise“, wenn in irgendeinem Zusammenhang von Demut oder Ehrfurcht gesprochen wird. So geschehen aktuell auf der Webseite de.richarddawkins.net, auf der mein Artikel „Ich weiss, dass es Gott gibt“ (der auch hier in meinem Blog zu finden ist) veröffentlicht wurde. Einer der Kommentatoren widersprach der in dem Artikel begründeten Ansicht über das Wissen um Gottes Nichtexistenz: “ Daher ist die Aussage “Ich weiß, dass es keinen Gott gibt” umgangssprachlich vielleicht okay, naturwissenschaftlich jedoch nicht nur falsch, sondern auch anmaßend. (…)  Zu sagen „Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt, auch wenn ich es nicht sicher wissen kann.“ ist jedoch kein Zeichen von Unsicherheit, sondern von Demut„(Quelle). (mehr …)