Am 8. April, also vor drei Tagen, ist der in Bamberg geborene Schriftsteller und Religions-/Kirchenkritiker Karlheinz Deschner in einem Krankenhaus in seinem Wohnort kurz vor der Vollendung seines 90. Lebensjahres gestorben. Deschner widmete sein Leben vorwiegend kritischen Schriften zur Religion und Kirchengeschichte, ganz besonders der Kriminalgeschichte des Christentums, die unter dem gleichnamigen Titel von ihm als zehnbändiges Werk vorliegt.  (mehr …)

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Religiöser Absturz
gemeinfrei

Im ersten Teil hatte ich meinen zur damaligen Zeit auch in der Gesellschaft als selbstverständlich betrachteten Einstieg in die Kirche durch die Erstkommunion beschrieben. Der zweite Teil enthält die Erinnerungen an das Aufwachsen mit zunehmenden Aktivitäten innerhalb einer äußerst aktiven und sozialen Pfarrgemeinde. Meine anschließende Entfremdung durch das Herauswachsen aus dem Jugendalter mit schlußendlichem Ausstieg aus dem Gemeindeleben ist im dritten Teil nachzulesen. Heute folgt der vierte und letzte Beitrag meiner Erinnerungen, nämlich die Suche nach Gott und der nach vielen Fragen mit kaum konkreten Antworten getroffenen Entscheidung, dass dieser gar nicht existiert.
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Kindergruppe – gemeinfrei

Nachdem ich in den letzten Beiträgen (Teil1 und Teil2) von meinem Einstieg in die katholische Kirche und dem ministrierenden und musikalischen Werdegang berichtet habe, möchte ich heute die weiteren Aktivitäten innerhalb der Pfarrgemeinde beschreiben, in der ich nahezu unbeschwert aufwuchs. Neben meiner Familie war diese Begegnungsstätte zu meinem zweiten sozialen Mittelpunkt geworden. Dennoch kehrte ich ihr nach einigen Jahren den Rücken. (mehr …)

Ministrant – gemeinfrei

Im ersten Teil  hatte ich meinen damals zumeist üblichen und unhinterfragten Einstieg in die katholische Kirche bis zu meiner Erstkommunion beschrieben. Dieser Einstieg galt damals auch in den Großstädten nicht nur kirchlich, sondern auch gesellschaftlich als pure Selbstverständlichkeit. Im letzten Artikel hatte ich demzufolge noch vergessen zu erwähnen, dass völlig unbemerkt von meiner Familie und mir die Hausbewohner (immerhin wohnten dort elf Familien) gemeinsam während der kirchlichen Erstkommunionfeier den Hausflur mit festlichen Papiergirlanden, Blumen und einem Kreuz aus Kerzen geschmückt hatten, so dass wir bei der Rückkehr von der Kirche völlig überrascht und erstaunt waren. Auch daran konnte man sehen, dass kirchliche Rituale gesellschaftlich tief verwurzelt waren und immer noch sind. (mehr …)

Vor einiger Zeit hatte ich hier im Blog meinen Austritt aus der katholischen Kirche beschrieben. Diesen Schritt hätte ich sicher nicht vollzogen, wenn es auch nur einen einzigen Grund zum weiteren Verweilen in der christlichen Gemeinschaft gegeben hätte. Zu solchen Verweilensgründen gehört für mich nicht nur der Glaube an einen Gott oder an ein Leben nach dem Tod. Auch andere Begebenheiten können durchaus als Grund angesehen werden, Mitglied der Kirche zu bleiben. Dazu zählen etwa familiäre Gründe oder Aktivitäten in christlichen Gruppen. Meiner Ansicht nach kann und sollte jeder auch als innerlicher Apostat dann Mitglied bleiben, wenn dieser sich innerhalb einer Pfarrgemeinde sozial geborgen oder wohl fühlt. Auch dann, wenn der- oder diejenige nicht an einen Gott glaubt. Ein Austritt würde in einem solchem Fall womöglich eher mehr persönlichen sozialen Schaden anrichten als an eigener Freiheit gewonnen wäre. (mehr …)

Politikersprüche fürs Klo – gemeinfrei

Politiker sondern ja bekanntlich öffentlich Unmengen heißer verbaler Luft und Nullaussagen ab, wenn sich bei zahlreichen Gelegenheiten und Ungelegenheiten eine Redemöglichkeit oder ein Mikrofon bietet. Der SPD-Politiker Thorsten Schäfer-Gümbel stieß bei einer solchen Gelegenheit, nämlich beim Empfang der Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau gleich zwei solcher lauwarmen Verbalflatulenzen hintereinander aus. Das tat er in diesem Falle jedoch nicht als Mitglied der Synode, sondern explizit in seiner Eigenschaft als Politiker. In der von ihm gehaltenen Ansprache übte er sich demzufolge wie viele andere seiner politischen Kollegenzunft traditionell im Dreschen von leeren Phrasen. Im Rahmen dieser Übung erschallten auch zwei der abgedroschensten Floskeln: “Kirche muss sich einmischen. Glaube ist keine Privatsache„(Quelle). (mehr …)

Vor einiger Zeit gab es eine Klage vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof, mit dem ein Kläger die Annullierung der Taufe seiner Tochter erreichen wollte. Die Klage wurde in zwei Instanzen abgewiesen, wobei es formal sicher spannend gewesen wäre, wenn der Klage stattgegeben worden wäre.  Jedenfalls könne eine katholische Taufe nicht von Staats wegen annulliert werden, hieß es, schließlich würde es sich hierbei um innerkirchliche Angelegenheiten handeln. Innerhalb der Kirche jedoch können einmal vollzogene göttliche Sakramente nicht mehr aufgehoben werden. Niemals! Also fast niemals! Na ja, mit wenigen Ausnahmen niemals. Aber sonst gar nicht! Ganz ehrlich! (mehr …)