Darf man Schadenfreude haben? Ja, in der Politik darf man das. Vor allem dann, wenn man sich ganz besonders darüber freut, dass die schon seit Jahren nur noch in arroganter Selbstgefälligkeit ökologische Ängste schürende grüne Partei ordentlich eins auf die Nüsse den Deckel bekommen hat. Mit den völlig unwissenschaftlichen und ideologisch verblendeten Warnungen vor bösem Essen in Sachen gentechnisch veränderter Lebensmittel haben sie nämlich in den letzten Jahren schleichend erreicht, weitreichende Entscheidungen zur Vernichtung eines ganzen Forschungszweigs in Deutschland durchzusetzen, der zudem vorher zur Weltspitze gehörte. (mehr …)

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Würde Mark Aurel als Vorbild taugen? – gemeinfrei

Als Philipp Rösler auf die Frage, was er von Steinbrücks Stinkefinger halte vermeintlich staatsmännisch mit der Antwort zu glänzen versuchte: „Ich finde für jemand, der sich um das hohe Staatsamt des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland bewirbt nicht würdig„, da wirkte er gekünstelt, nicht authentisch, obwohl dies bestimmt nicht das erste Interview mit Rösler zu dem Thema war. Mit seiner etwas merkwürdig steifen Art versuchte er wohl eher erfolglos sich selbst zu einem dieser Vorbilder zu generieren, von denen schon vorher einige Bürger in spontanen Strasseninterviews gesprochen hatten. Die verwiesen nämlich in ihrer Kritik auf ihre persönliche Erwartungshaltung zu diesem Thema. Doch kaum ist dabei jemandem bewusst, dass diese ominöse und nicht nur durch Steinbrücks Stinkefinger vielzitierte Vorbildfunktion eine nebulöse Angelegenheit ist – und zunehmend zu einer völlig sinnentleerten Phrase mutiert. (mehr …)

Wahlkampfbeobachter
gemeinfrei

In diesem Jahr bekomme ich anders als bisher zunehmend den Eindruck, es handelt sich bei diesem Bundestagswahlkampf eher um eine Art PolitikerInnenmikado. Wer sich zuerst bewegt oder zu laut äußert hat verloren. Dabei geht es  hierbei vorwiegend um zwei völlig altbekannte, aber anscheinend völlig gelangweilte und/oder langweilige WahlkämpferInnen. Besser gesagt um zwei im Wahlkampf anwesende PolitikerInnen. Also zumindest um zwei, die den Anschein erwecken, als würden sie im Wahlkampf um Stimmen kämpfen. Oder zumindest so tun, als würden sie … ok, lassen wir das. In jedem Falle beruft sich die Kanzlerin darauf, alles ganz toll gemacht zu haben. Was das sein soll, sagt sie lieber nicht. Ab und zu spricht sie auch von tollgemachten Dingen, die eher und eigentlich schlecht für das Volk sind. Aber das ist eben Politik. Etwas, was gründlich in die Hose gegangen ist, kann in der Politik als voller Erfolg verkauft werden. Geht alles und fällt kaum auf. (mehr …)

Zum Glück habe ich kein Fernsehgerät. Echt jetzt. Wahrscheinlich hätte ich nämlich inzwischen schon längst einen in der Wohnung üblichen losen Gegenstand als Wurfgeschoss zweckentfremdet und in das Gerät geworfen. Oder vielleicht hätte ich auch das parkende Auto beiseite gefahren und den Fernseher genüßlich aus dem Fenster fallen lassen. Denn abgesehen von den kanalunabhängig zumeist todlangweiligen Sendungen würden mir gerade jetzt die ständigen Wiederholungen der völlig unterirdisch gestalteten Wahlwerbespots der Parteien höllisch auf die Nerven gehen. Bereits das einmalige Ansehen im Videokanal hat mir derart zugesetzt, dass die Toleranzgrenze zur Zerstörung meines geliebten Rechners bereits gesenkt wurde. (mehr …)