Leider habe ich in letzter Zeit auch durch meine verminderte Blogtätigkeit (die nach rd. 580 Artikeln sicher kein Wunder ist) ein wenig mein Interessengebiet „Autismus“ aus den Augen verloren, auch wenn ich nach wie vor jeden den in meinem Reader erschienenen Artikel von autistischen AutorInnen lese. Heute aber habe ich einen rd. sechsminütigen TED-Talk (TED = Technology, Entertainment, Design) entdeckt, in dem die 16jährigen Autistin Rosie King in ihrem Vortrag schlichtweg die Frage stellt, warum immer alle danach streben, unbedingt normal zu sein und die Andersartigkeit ablehnen. Auf den ersten Blick ist das eine sehr einfache Frage, doch tatsächlich steckt etwas mehr dahinter. (mehr …)

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Emotionalität beim Gespräch auf beiden Seiten – gemeinfrei

Die für uns selbstverständliche Sprache ist nach einer Aussage des Neurowissenschaftlers Gerhard Roth der erste Intelligenzverstärker der Menschheit und hat dazu geführt, dass der gezielte Austausch von Informationen in hohem Maße vereinfacht wurde. Das geschah vor etwa 300.000 bis 100.000 Jahren, wobei die Entwicklung des Gaumens und Kehlkopfes zur Sprachfähigkeit nach heutigen Erkenntnissen zum letztgenannten Zeitpunkt abgeschlossen war. Auf welchem Wege die Sprache entstand ist weitgehendst unklar. Nach der Sprache folgte bekanntermaßen die Entwicklung der Schrift als zweiter Intelligenzverstärker sowie das noch sehr junge Internet als dritter, dessen Folgen für die Menschheit heute noch gar nicht abzusehen sind.  (mehr …)

Auf Youtube habe ich eine interessante Dokumentation über Asperger-AutistInnen gefunden, die ich hier als Link einstelle und jedem das Anschauen der sechs Teile mit jeweils neun Minuten Länge empfehlen kann. Die Dokumentation vermittelt einen Einblick in die Besonderheiten hochbegabter Asperger-AutistInnen sowie deren Schwierigkeiten, mit einer nichtautistischen Welt zurecht zu kommen. Diese längst überfällige Wahrnehmung autistischer Erkrankungen durch die Öffentlichkeit, die durch den Film Rain Man ihren Ursprung erlebte und gleichzeitig durch die Reduzierung des Autismus auf eben diesen Film leider auch wieder einige Einschränkungen erfuhr, wird zunehmend nun auch durch AutistInnen selbst über Bücher und Blogartikel vorangetrieben. (mehr …)

Labormaus – gemeinfrei

Immer wieder ist in Blogs oder Tageszeitungen zu lesen, dass Forschungseinrichtungen der gentechnologischen oder medizinischen Forschung von Aktivisten zerstört werden. Erst jüngst gab es wieder einen dieser Fälle, in denen völlig verblödete Aktivisten Tiere aus einem Labor einer Universität in Mailand befreit und das Labor weitgehend verwüstet haben. Das Lustige an diesem Treiben der minderbemittelten Spinner ist jedoch, dass ein Teil der befreiten Tiere ausserhalb des Labors keine Überlebenschance haben und sicher sterben werden. Und ganz besonders lustig finde ich, dass sie mit dieser Aktion genetisch veränderte Tiere in die Umwelt eingebracht haben. Bei soviel fehlender Hirnmasse der Aktivisten kann man nicht einmal mehr die Hände zum Facepalm erheben. (mehr …)

Wenn heutzutage jemand mit einem körperlichen Beschwerden zum Arzt geht, dann wird man untersucht, möglicherweise geröntgt, ein Blutbild bestimmt oder im Zweifel eine Biopsie vorgenommen. Wenn jemand allerdings mit psychischen Beschwerden zum Arzt geht bekommt man einen Fragebogen. Moderne Psychopharmaka behandeln zwar die Chemie des gesamten Gehirns, aber Neurobiologe David Anderson glaubt an eine differenziertere Vorstellung davon, wie das Gehirn funktioniert. Er überprüft neue Forschungsergebnisse, die zu einer gezielten psychiatrischen Medikation führen und Nebenwirkungen vermeiden könnte – und macht dafür hin und wieder Fruchtfliegen wütend. (mehr …)

Autism awareness ribbon – gemeinfrei

Nachdem ich mich gestern mit einem schon vor längerer Zeit bei Psiram entdeckten humorigen Eintrag über Panflöten thematisch austoben konnte und inzwischen jedem Leser klar sein wird, dass der Artikel gestern ein reiner Aprilscherz war, wende ich mich heute passend zum Welt-Autismus-Tag einem Thema zu, welches mich schon länger mehr als interessiert – oder sagen wir besser „beeindruckt“. Seit einiger Zeit lese ich mit großem Interesse und zunehmender Neugierde regelmäßig in Blogs autistischer AutorInnen, wobei ich eher sagen muss, dass ich die Artikel eigentlich nicht nur lese, sondern förmlich aufsauge oder verschlinge. Trotz aller Distanz zu ihrer Umwelt, die unbestreitbar bei jedem von ihnen vorhanden und immer wieder durch klare gedankliche Trennlinien eine deutliche Abgrenzung zu ihrer Umwelt zu erkennen ist, schreiben sie in einer Klarheit und Ausführlichkeit über sich selbst und ihren Erfahrungen mit dem Autismus, der ihresgleichen sucht. (mehr …)

Bitte sagen Sie mir nicht, dass ich normal bin!“ Diese am Anfang und am Ende des knapp fünfeinhalbminütigen TED-Vortrages (TED = Technology, Entertainment, Design) bei einem TED Talent Search in London von der Vortragenden Faith Jegede gestellte Bitte ist das Ergebnis ihres Lebens mit zwei autistischen Geschwistern. Durch die mit überraschenden Fähigkeiten ausgestatteten Brüder hat sie viel darüber erfahren, welches Potential in ihnen und in jedem von uns steckt und welches Potential wir in uns verschenken, weil wir im Normalfall nicht nach dem Bereich jenseits des Normalen streben.
Ein kurzer, aber durchaus sehenswerter Vortrag mit deutschen Untertiteln. (mehr …)