Es gibt Überschriften in Medien, die man nach einer gewissen Zeit nicht mehr lesen mag. „War die DDR ein Unrechtsstaat?“ ist eine solche Überschrift. Die Frage wird schon recht lang gestellt, und ehrlich gesagt habe ich bis heute, zum 25jährigen Jubiläum des Mauerfalls, immer noch nicht verstanden, warum eine nicht gerade kleine Anzahl von Menschen immer noch der Ansicht sind, dass die Deutsche Demokratische Republik (DDR) kein Unrechtsstaat gewesen sein soll. (mehr …)

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Seit einigen Jahren wird alljährlich das Goldene Brett vorm Kopf für den größten anzunehmenden pseudowissenschaftlichen Unsinn von der österreichischen Gesellschaft für kritisches Denken (GkD) verliehen. Die GkD ist eine regionale Wiener Skeptikergruppe der GWUP, der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften. In diesem Jahr sind die gemeldeten Anwärter für die verdienten Negativ-Ehrungen, die am 26. November humoristisch und feierlich „gnadenlos“ zum vierten Mal in der Urania Wien verliehen werden sollen, besonders zahlreich. (mehr …)

gnaddrig ad libitum

Wenn sich jemand irgendwo kritisch über die Homöopathie oder eine ihrer Spielarten äußert, kommt fast immer jemand und behauptet, die Globuli würden aber ganz hervorragend wirken. Oft wird dann von Heilungen im Bekanntenkreis berichtet, oft bei hartnäckigen Krankheiten wie Krebs, an der die „Schulmedizin“ sich im konkreten Fall die Zähne ausgebissen habe und die der Homöopath ratzfatz habe wegheilen können. (Darüber, dass gerade diese spektakulären Krebsheilungen nie in den Zeitungen auftauchen und so gar kein Aufsehen in der Öffentlichkeit erregen, scheint sich bei diesen Leuten niemand zu wundern.)

Immer wieder kommt in diesen Diskussionen auch der Vorwurf, die böse Pharma-Industrie vertreibe aus Geldgier vielfach wirkungslose, schädliche, gefährliche und überteuerte Medikamente und Impfstoffe, um die Menschen krankzumachen oder ihre Gesundung zu verhindern oder wenigstens hinauszuzögern. Die „Schulmediziner“ steckten mit ihnen unter einer Decke, schwatzten ihren Patienten (natürlich wider besseres Wissen) Chemiehämmer auf, wofür Bad Pharma ihnen im Gegenzug ein hübsches Stück…

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Radarfalle – gemeinfrei

Gestern fand ja wieder einmal bundesweit ein 24stündiger Blitzmarathon statt. In einem Artikel auf SpOn wurden demzufolge allerlei Tipps gegeben, wie man unbeschadet bzw. unbestraft durch den verkehrsreichen Tag gelangt. Da ist von vorbereitenden Maßnahmen die Rede, bei der man sich die Plakate in Form von Todesanzeigen aus der „Runter vom Gas“-Kampagne des Deutschen Verkehrssicherheitsrats anschauen soll. Keine schlechte Idee. Etwas merkwürdiger dagegen empfand ich die diversen Tipps einer Yoga-Lehrerin, um die während des Fahrens angestauten Aggressionen abzubauen, an denen natürlich immer nur die anderen Autofahrer schuld sind. Mit Hilfe diverser Übungen nach akuten Stress-Situationen soll der genervte Autofahrer zeitnah so richtig Dampf ablassen, und zwar ohne das Auto dazu zu benutzen. Gleichwohl ist die im Artikel beschriebene Yogaübung „Der Löwe“, bei der die Zunge herausgestreckt und gleichzeitig nach oben in die Richtung des Rückspiegels geschielt wird (und dabei auch noch geschrien wird), letztendlich doch eher dazu geeignet, sich versehentlich eine Anzeige der Hinterfrau oder des Hintermannes wegen Beleidigung einzuhandeln. (mehr …)

Kurfürst Jan Wellem gemeinfrei

Den von rheinischer Gelassenheit geprägten Düsseldorfern wird ja gerne nachgesagt, sie seien nicht nur gebildet und selbstbewusst, sondern auch hin und wieder arrogant. Bei letzterem handelt es sich jedoch vielmehr um ein Missverständnis, denn tatsächlich ist diese Form der Arroganz nicht wirklich eine, sondern eher eine besondere Form des Selbstbewusstseins. Manche würden dieses auch als „überhöht“ bezeichnen. Jedenfalls fehlt aus diesem Grund den Düsseldorfern häufig eine gehörige Portion Demut vor Autoritäten. Insbesondere vor solchen, die lediglich kraft ihres Amtes oder ihrer Position agieren und ansonsten wenig an Plausibilität für ihr Handeln liefern können. Das finden Düsseldorfer nicht nur lächerlich, sondern auch arrogant im Sinne von beschränkt. Denn auch wenn man ihnen selbst eine gewisse Arroganz nachsagt, können sie diese nur dann akzeptieren, wenn sie durch Kreativität und Intellektualität getragen ist. Insofern haben in Düsseldorf stets solche einen schweren Stand, die nicht nur mehr darstellen wollen als sie leisten können, sondern auch mehr versprechen als sie zu bieten haben. Deshalb sind lokale Politikerkarrieren zumeist schnell beendet, wenn sich nach einer gewissen Zeit heraus stellt, dass die entsprechende Person den intellektuellen Herausforderungen nicht gewachsen ist. (mehr …)

Schützen Vereinsumzug 1928, garantiert christlich, gemeinfrei

Also wirklich! Das ist doch eine widerwärtige Unverschämtheit sondergleichen. Da wird tatsächlich ein christlicher Schützenkreis von den Medien als tolerant bezeichnet, weil einer seiner Unterverbände gegenüber diesem Oberverband und mit Hilfe der Medien und diverser Politiker es durchgesetzt hat, dass ein muslimischer Schützenbruder seine Königskette behalten darf. Toleranz! Pah! Gegen diese Unsitte in christlichen Vereinen muss man sich sogleich vehement wehren. Schliesslich sei der Kreis nicht der Beschützer muslimischer Mitglieder, wie der Vorsitzende des Bochumer Schützenkreises, Otto Hirschmann, in einer skurrilen E-Mail an die Redaktion einer Tageszeitung schreibt. Nach den mehrtägigen Berichten um den Verein mit dem muslimischen Schützenkönig, der als ausdrücklich christlicher Verein offiziell auch von seiner Satzung her nicht einmal einfache Mitglieder ohne entsprechende christliche Mitgliedschaft aufnehmen darf, muss doch endlich mal klargestellt werden: Christen haben christlich zu sein und nicht tolerant! Vor allem nicht in christlichen Schützenvereinen! Basta! (mehr …)

Ein ausführlicher Bericht von Erbloggtes über die Weigerung des mit der Universitätsmedaille der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf ausgezeichneten Prof. Dr. Stefan Rohrbacher, weiterhin für den DFG als Gutachter zur Verfügung zu stehen.

Rebloggt von Erbloggtes:

Schavan-Gutachter: Gekündigt wegen Unanständigkeit

Erstaunt es nach dem Ränkespiel der Allianz der Wissenschaftsorganisationen im Fall Schavan, wenn der damalige Düsseldorfer Prodekan nun mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nichts mehr zu tun haben will? In einem Nachtrag zu ihrem lesenswerten Artikel über den Einsatz des Berliner Ex-Senators Jürgen Zöllner für Schavan (“der einzige Politiker jenseits der Union, von dem eine solche Intervention bekannt ist”) erwähnte Anja Kühne jüngst, dass Stefan Rohrbacher der DFG per Mail seine weitere Mitwirkung in deren Begutachtungsverfahren aufgekündigt hat: weiterlesen bei Erbloggtes