Diskussion


Die unartigen Kinder: Redefreiheit, Pressefreiheit, Petitionsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Vereinigungsfreiheit, gemeinfrei

Auf der Meinungsplattform fischundfleisch.at herrscht zur Zeit ein besonders reger Gedankenaustausch über die weitere Handhabung der Meinungsvielfalt innerhalb der veröffentlichten Beiträge. Durch heftigen Beschuss aus Twitter und der damit ausgelösten Diskussionen um den in den Blogbeiträgen immer wieder veröffentlichten Unsinn durch Esoteriker, Ufogläubige, Verschwörungstheoretiker und Impfgegner sehen sich die Betreiber der Plattform nach Ansicht der Autorin Silvia Jelincic an einem Punkt angelangt, wo wir mit fischundfleisch, einem Startup, einen Schritt weiter gehen müssen.“ Geschickterweise ist die vorauseilende Überschrift ihres Artikels „Meinungsfreiheit: Wie scheinheilig sind wir?“ (Quellen) (mehr …)

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Der Astrophysiker Harald Lesch, bekannter wissenschaftserklärender Fernsehmoderator und neben seiner Professur für Physik auch Lehrbeauftragter für Naturphilosophie, ist nach Angaben des Domradios der Ansicht, dass womöglich „die Menschen (…) die einzig intelligenten Wesen in der Milchstraße“ seien. Weiter heisst es: „Das Universum hat sich mit uns jedenfalls eine Menge Arbeit gemacht“ (Quelle). Das Domradio zitiert dabei aus einem Interview mit Lesch aus einer aktuellen Beilage der Süddeutschen Zeitung. (mehr …)

Als der Meta-Skeptikerblog THE SKEPTATOR 2012 eingerichtet wurde – der unter dem Motto „Wissenschaft und kritisches Denken“ läuft –  hat mich der Betreiber damals freundlicherweise aufgenommen. Zu der Zeit schrieb ich noch häufiger skeptisch über esoterische und alternativmedizinische Themen. Inzwischen bin ich ein wenig von dieser Thematik abgedriftet zu Religion und Politik, aber eigentlich sind das jetzt nicht so wirklich meine Steckenpferde, auch wenn sie sich immer wieder mit meinem Interessengebiet überschneiden. So etwa in Sachen Ernährung und Genwissenschaft und die gegenläufige ideologische Bevormundungs- und Angstpolitik der Grünen. Oder die Ablehnung der Homosexualität durch religiöse oder konservative Vertreter aufgrund nicht existenter „natürlicher Gesetze„. Zudem hatte ich zwischenzeitlich die schon lange währende Trennung von der religiösen Institution auch formal vollzogen, was mir ein paar  Einträge wert war. (mehr …)

Das wird vielen Anhängern von alten Traditionen nicht gefallen: Alois Glück, seines zeichens Vorsitzender des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, hat in einem Interview mit einem Radiosender (der aufgrund des LSR hier nicht mehr genannt wird) davon gesprochen, dass eine Argumentation, deren Begründung sich auf eine Tradition beruft, auf Dauer keinen Bestand hat. Das brachte mich auf die Idee, hier bei meinen treuen Leserinnen und Lesern einmal nachzufragen, welche der bekannten Traditionen denn überhaupt sinnvoll sind, und welche von denen letztendlich so notwendig sind, dass sie für bestimmte Lebensbereiche oder gar für die Gesellschaft absolut unverzichtbar sein könnten. (mehr …)

Seit einiger Zeit erhalte ich neben den vielen Spam-Mitteilungen, die zumeist in englischer Sprache sind und das Blaue vom Himmel herunter versprechen, auch deutsche Kommentare in der Spam-Abteilung, die auf den ersten Blick wie ganz normale Kommentare aussehen. Während in den englischsprachigen Kommentaren neben vielen mehr oder minder merkwürdigen Angeboten zur Steigerung der Libido auch gerne die aus meiner Kindheit durch damalige Zeitungsanzeigen altbekannten berüchtigten  – und natürlich völlig sinnlosen – Haarwuchsmitteln für Glatzen beworben werden, tauchen jetzt vermehrt Kommentare auf, die auf den ersten Blick scheinbar sogar das Thema meines Artikels berühren, unter dem der Kommentar eingesetzt wurde. (mehr …)

Eigentlich mag ich mich ja zum politischen Tagesgeschäft  oder über politischen Themen gar nicht äußern, aber in diesem Fall mache ich heute die berühmte Ausnahme, auch wenn es gar nicht so wirklich um ein politisches Thema geht. Eher geht es um die zumeist ziemlich direkten und gar nicht diplomatischen Äußerungen von Peer Steinbrück, der das Wort „Klartext“ auf seine Kanzlerkandidats-Fahnen geschrieben hat. Nach der Italienwahl soll er gesagt haben: „Bis zu einem gewissen Grad bin ich entsetzt, dass zwei Clowns gewonnen haben“. Sicherlich mag das ziemlich respektlos gegenüber wohlverdiente und seriöse Zirkusclowns sein, aber im Prinzip gehören solche Äußerungen zu den erfrischenden Statements eines Menschen, der von sich behauptet, Klartext zu reden. (mehr …)

Endlich hat dieses unwürdige Spiel ein Ende. Die ehemalige Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung Annette Schavan ist gestern zurück getreten. Ich hatte bisher zu dem Thema nichts geschrieben, denn an Spekulationen mag ich mich nicht gerne beteiligen. Ein Plagiatsvorwurf in Bezug auf ihre Doktorarbeit hat erst dann Bestand, wenn die genaue Prüfung durch die zuständige Universität abgeschlossen ist. Dass sich Schavan selbst als Unschuldslamm sieht und dabei der Uni Düsseldorf politische Motivation unterstellt, ist einer Wissenschafts- und Forschungsministerin schlichtweg unwürdig und hat einen mehr als üblen Beigeschmack. Schavan sollte sich deshalb ausführlich und intensiv schämen. Viel schlimmer und unwürdiger jedoch war die damit einhergehende öffentliche Schlacht, bei der sich diesmal ein teilweise finanziell abhängiger Fanclub Schavans zusammen fand, um sich medial mit Stellung, Titel und Quantitätspresse in die Bresche für Schavans Doktortitel zu schlagen – nämlich die sogenannten Schavanisten. (mehr …)

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