Schützen Vereinsumzug 1928, garantiert christlich, gemeinfrei

Also wirklich! Das ist doch eine widerwärtige Unverschämtheit sondergleichen. Da wird tatsächlich ein christlicher Schützenkreis von den Medien als tolerant bezeichnet, weil einer seiner Unterverbände gegenüber diesem Oberverband und mit Hilfe der Medien und diverser Politiker es durchgesetzt hat, dass ein muslimischer Schützenbruder seine Königskette behalten darf. Toleranz! Pah! Gegen diese Unsitte in christlichen Vereinen muss man sich sogleich vehement wehren. Schliesslich sei der Kreis nicht der Beschützer muslimischer Mitglieder, wie der Vorsitzende des Bochumer Schützenkreises, Otto Hirschmann, in einer skurrilen E-Mail an die Redaktion einer Tageszeitung schreibt. Nach den mehrtägigen Berichten um den Verein mit dem muslimischen Schützenkönig, der als ausdrücklich christlicher Verein offiziell auch von seiner Satzung her nicht einmal einfache Mitglieder ohne entsprechende christliche Mitgliedschaft aufnehmen darf, muss doch endlich mal klargestellt werden: Christen haben christlich zu sein und nicht tolerant! Vor allem nicht in christlichen Schützenvereinen! Basta!

Als schlecht kommuniziert sieht der Leiter der Finanzabteilung im EKD-Kirchenamt in Hannover, Thomas Begrich, die Neuregelung zur Kapitalertragssteuer, in der nun die automatisierte Einbehaltung der anteiligen Kirchensteuer durch die Banken geregelt ist. Es sei nicht deutlich geworden, dass es nicht um eine neue Kirchensteuer gehe, glaubt Begrich. Es steht nämlich zu befürchten, dass die durch diese Neuregelung entstandene Austrittswelle mehr finanzielle Verluste den Kirchen einfährt als die zu erwartenden Mehreinnahmen ausgleichen können.
Tatsächlich aber sind die BürgerInnen klüger als Begrich glaubt, denn den stillen Kirchenmitgliedern scheint nun zunehmend bewusst zu werden, dass die Kirche in erster Linie ein ganz normaler Konzern ist, nämlich mit Milliarden-Einnahmen, Immobilienbesitz und Verwaltungsstrukturen, wie der Brightsblog schreibt. Zudem fällt das Theater um die Kapitalertragssteuer in eine Zeit, in der noch nicht vergessen ist, dass kirchliche Verantwortungsträger wie zuletzt im Bistum Limburg Kirchenmittel in Millionenhöhe aus einem persönlichen feudalen Denken heraus verschwendet haben. Aus diesem Grund scheint nach wie vor über der Kirche der Spruch zu schweben: „Wir sind maßlos, wir brauchen mehr Geld“. Vielleicht sollte die Kirche zukünftig die zunehmenden Finanzverluste über kurz oder lang damit ausgleichen, die bisher ausgetretenen Mitglieder wegen Geschäftsschädigung zu verklagen.  Schliesslich durften sie nach dem kanonischen Kirchenrecht überhaupt nicht austreten. Basta!

In den 70er Jahren hatte China bereits die traditionelle chinesische Medizin (TCM) extra für zahlungskräftige europäische Alternativgläubige zurechtgebogen, um sie nicht ganz so einfältig auf dem europäischen Markt erscheinen zu lassen. Nun wollen die Chinesen für das eigene Volk die schon von der Kirche vor langer Zeit zusammengeschusterte Bibelgeschichte an die eigene politische Doktrin des „sozialistischen Wegs“ anpassen und die Christenlehre somit kompatibel gestalten. Das funktioniert recht gut, denn die in sich inkonsistenten Bibel-Legenden lassen sich zu jeder anderen Doktrin passend umbauen. Das ganze ist auch für Theologen recht einfach. Was man dann nämlich theologisch richtig zu denken hat, wird von Chinas Behörde für Religionsangelegenheiten und seinem Direktor Wang Zuoan vorgegeben. Das ist überhaupt kein Problem und funktioniert bestens, wie die 2000jährige theologische Geschichte der Kirche bisher gezeigt hat. Das Studium an den Universitäten hat ja bisher auch nur dazu gedient, den Studierenden die „richtige“ Denkweise und die Ergebnisse ganz unwissenschaftlich vorzugeben. Schliesslich sollen die Menschen nicht selbst denken und auf ihre Lehrer hören. Das eigenständige Denken führt nämlich nur zum Ungehorsam  und zum kranken und ungeordneten Eigenwillen. Basta!

Ich fand öffentlich-rechtliche Sender sowieso schon immer überflüssig. Aber seit dem ZDF-Skandal um gefälschte Statistiken finde ich die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten noch überflüssiger, sozusagen nicht nur völlig überflüssig, sondern auch noch zum … äh … also, mir fällt das Wort jetzt nicht ein.
Jedenfalls hat der NDR nun bekannt gegeben, dass bei ihm ebenso wie beim ZDF Statistiken zum Wohle einer einfacheren Sendeproduktion verfälscht wurden. Oder wie man beim Sender beschönigend formuliert: aus „dramaturgischen“ Gründen geändert. Insofern stellt sich unvermittelt die Frage, was bei anderen Fernsehproduktionen und in anderen Rundfunkanstalten denn sonst noch so alles „dramaturgisch“ geändert wurde. Sicher kann in einer beliebigen Firma der Buchhalter seinem Chef aus dramaturgischen Gründen auch falsche Bilanzzahlen vorlegen, denn wenn man ihm die Wahrheit sagt, dann gibt das jedesmal ein Drama. Dennoch würde sich ein solcher Chef wohl kaum über eine betrügerische Abänderung der Bilanz „aus dramaturgischen Gründen“ freuen. Und genau das ist der Punkt. Nämlich schlichtweg Betrug am Zuschauer. Und das als „dramaturgische“ Änderung zu verkaufen ist schon an Unverschämtheit kaum zu überbieten. Auf eine solche Idee muss man erst mal kommen. Und dann auch noch so unverfroren sein, diesen Unsinn öffentlich zu vertreten.
Ich meine, ich habe ja nicht einmal ein Fernsehgerät. Insofern könnte mich das ganze ja gar nicht kratzen. KÖNNTE! Den tatsächlich finanziere ich mit meinen GEZ-Gebühren, die ja jetzt irgendwie anders heissen, den „aus dramaturgischen Gründen“ betrügenden Unsinn mit. Oder mit anderen Worten: Sender setzen den Zuschauern vor, was sie wollen, auch wenn es noch so gelogen oder falsch ist. Hauptsache, das Volk zahlt dafür. Und ob die Statistiken richtig oder falsch sind merken diese dumpfbackigen Sofaglotzer doch sowieso nicht. Die sollen einfach die Klappe halten – aus dramaturgischen Gründen. Basta!