April 2014


Mahnung zur Demut gemeinfrei

Obwohl ich mich vor einiger Zeit schon einmal über die unsinnige und völlig überflüssige Demut ausgelassen habe bekomme ich nach wie vor „die Krise“, wenn in irgendeinem Zusammenhang von Demut oder Ehrfurcht gesprochen wird. So geschehen aktuell auf der Webseite de.richarddawkins.net, auf der mein Artikel „Ich weiss, dass es Gott gibt“ (der auch hier in meinem Blog zu finden ist) veröffentlicht wurde. Einer der Kommentatoren widersprach der in dem Artikel begründeten Ansicht über das Wissen um Gottes Nichtexistenz: “ Daher ist die Aussage “Ich weiß, dass es keinen Gott gibt” umgangssprachlich vielleicht okay, naturwissenschaftlich jedoch nicht nur falsch, sondern auch anmaßend. (…)  Zu sagen „Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt, auch wenn ich es nicht sicher wissen kann.“ ist jedoch kein Zeichen von Unsicherheit, sondern von Demut„(Quelle). (mehr …)

Kein Gott

Screenshot Umfrage Beniermann Uni Giessen

Am Institut für Biologiedidaktik der Universität Gießen hat die Doktorandin Anna Beniermann eine Umfrage zum Thema “Glaube und Evolution” online gestellt. In dieser fragt sie nach persönlichen Einstellungen in Bezug auf Religion und Evolution sowie den vorhandenen Widersprüchen zwischen beiden Themen. Ich habe mich auf diese Umfrage eingelassen (hier geht es zu der Onlineumfrage) und empfehle all meinen LeserInnen, es mir gleich zu tun. Je höher die Anzahl der Umfrageteilnehmer ist, umso aussagekräftiger werden die Ergebnisse sein. Da diese mich persönlich ebenso interessieren, lasse ich mir die Ergebnisse nach der Auswertung per Email zusenden.
Im Rahmen dieser Umfrage stieß ich unter anderem auf die im Screenshot angegebene Frage, nämlich in welcher der Antworten zur Existenzaussage eines Gottes ich mich am ehesten wiederfinden würde. Nach längerem Überlegen vergab ich letztendlich den Punkt an den Satz „Ich weiss, dass es keinen Gott gibt.“ Warum, das will ich hier begründen. (mehr …)

In einigen Diskussionen wird mir manchmal von Gesprächsteilnehmern ein Buch passend  zu dem geführten Gesprächsthema empfohlen oder pauschal auf den Inhalt eines solchen Buches verwiesen. Das geschieht vor allem dann, wenn ich mich über ein bestimmtes Thema mit jemanden kritisch auseinander setze und aufgrund meiner Vorliebe für eine möglichst rationale und wissenschaftsorientierte Argumentation mal wieder nicht zu überzeugen bin. Im Normalfall sind Bücher ja dann eine feine Sache, wenn in eigenen Denkstrukturen Wissenslücken vorhanden sind, von denen ich mich genausowenig wie jeder andere freisprechen kann. Oft werden jedoch Bücherempfehlungen oder Inhaltsverweise gerade bei esoterischen, homöopathischen oder anderen quacksalberischen Themen ausgesprochen, manchmal auch bei dem Thema Nahtoderfahrung und seit meinem Kirchenaustritt vermehrt bei Gesprächen über theologische Inhalte. Gerade bei letzterem werden mir in letzter Zeit eine Reihe von Büchern nicht nur empfohlen, sondern gar noch verbunden mit der Prophezeiung einer ganz sicher zu erwartenden tiefen Erkenntnis und der eindrücklichen Bitte, sie deshalb auch unbedingt zu lesen, von dem entsprechenden Gesprächspartner persönlich übergeben. (mehr …)

Manchmal gibt es Meldungen, auf die ich nicht mehr mit differenzierter und sachlicher Kritik antworten will, sondern gerne mit ein paar deftigen Worten auf die Meldungsverursacher (nicht auf den Meldungsübermittler!) haue. Zumal zu dem Thema schon alles gesagt ist, wie an dem Anhang am Ende des Artikels unter „Siehe auch“ abgelesen werden kann. Doch worum geht es diesmal?
Es geht mal wieder um die ideologisch verblendete rot-grüne, oder sagen wir besser grünideologisch-rotschläfrige Koalition in der niedersächsischen Landesregierung, ein Hort gentechnologiefeindlicher Spießbürger, die im letzten Jahr nach gewonnener Wahl nichts eiligeres zu tun hatten als das mit Preisen ausgezeichnete HannoverGen-Labor zu schließen. Sozusagen als erste Amtshandlung. Und dringend. Schliesslich bestand die Gefahr, dass die neugierigen Schüler wissenschaftlich über Gentechnologie viel zu viel erfahren und somit den genideologischen Bildungsdurchschnitt der neugewählten Landesregierung überholen könnten. (mehr …)

Am 8. April, also vor drei Tagen, ist der in Bamberg geborene Schriftsteller und Religions-/Kirchenkritiker Karlheinz Deschner in einem Krankenhaus in seinem Wohnort kurz vor der Vollendung seines 90. Lebensjahres gestorben. Deschner widmete sein Leben vorwiegend kritischen Schriften zur Religion und Kirchengeschichte, ganz besonders der Kriminalgeschichte des Christentums, die unter dem gleichnamigen Titel von ihm als zehnbändiges Werk vorliegt.  (mehr …)

Weisheit

gemeinfrei

Die Wissenschaften und in diesem Falle ganz besonders die Naturwissenschaften haben einen zunehmend schweren Stand. Das ist seit einiger Zeit nicht nur in Deutschland zu beobachten, sondern ebenso in Österreich. In gleichem Maße nämlich, wie die Durchseuchung der Politik und der Gesellschaft bis zur unerträglichen Schmerzgrenze mit esoterischen und alternativmedizinischen Humbug, quacksalberischen Heilsversprechen und minderbemittelten Pseudowissenschaften stattfindet, hat gleichzeitig in den letzten Jahren das Ansehen vor allem der Naturwissenschaften rapide abgenommen. In Österreich geht das inzwischen so weit, dass Wissenschaftsminister Esoteriker mit Orden behängen und gleichzeitig aus der Finanzierung der Cern-Forschung aussteigen wollen, wie Florian Freistetter auf Falter.at schreibt. (mehr …)