kesselVor ein paar Wochen hatte ich Gelegenheit, einen echten und inzwischen äußerst selten gewordenen Küchenherd für Gastronomiebetriebe zu bewundern. Der von der nicht mehr existierenden Firma Gebrüder Roeder AG aus dem Jahre 1939 stammende gußeiserne und demzufolge tonnenschwere Herd ist sogar noch in Betrieb. An stark frequentierten Tagen in der Gaststätte wird dieser dann wie anno dazumal mit Holz geschürt.
Das Wunderwerk der damaligen Technik hat seinen Rauchabzug erstaunlicherweise nicht im oberen Bereich des Herdes, sondern verläuft unterirdisch im Boden Richtung Kamin. In dem von mir ursprünglich als Kamin verdächtigten Anschluss im hinteren Teil des Bildes verlaufen in Wirklichkeit Wasserrohre, über die der Herd nicht nur Eigenwasser, sondern auch noch einen Warmwasserspeicher im ersten Stock beheizt.

Solche Herde haben heute nicht nur Seltenheitswert, sondern auch einen extrem hohen Sammlerwert. Nach Auskunft eines Vertreters kann so ein Monstrum auf dem Sammlermarkt je nach Zustand bis zu 100.000 € bringen.
Immerhin jedoch können die Besitzer beruhigt sein, dass niemand den Herd angesichts des immensen Gewichts so schnell klauen wird, zumal der auch noch im Boden festgemauert ist.😉

Hier nun das gute Stück (zum Vergößern Bild anklicken).KuechenherdBeide Bilder: Nesselsetzer CC BY-NC-SA 4.0