Januar 2014


Urspung der konservativen, heilen Scheinwelt
gemeinfrei

Eigentlich war ich der Ansicht, mit dem letzten Beitrag über typisch traditionelle und stets mit einer gehörigen Portion Selbstüberschätzung verquickten Denkweisen erzkonservativer Moralpenetratoren die Thematik erst einmal abgeschlossen zu haben. Gestern jedoch lagen in meinem Postfach mehrere Nachrichten, die in letzter Zeit mit den beschriebenen erzkonservativ-religiösen Wahrheitsanmaßungen nun vermehrt bis massiv an die Öffentlichkeit dringen. Darin ist zunehmend spürbar der gereizte Gegentrend gegen die gesellschaftlich-freiheitliche Entwicklung und Selbstbestimmung des Einzelnen nachzulesen. Doch im Prinzip war das zu erwarten, denn mit der massiven moralischen Veränderung der Gesellschaft verlieren sich vermeintliche Moralhüter zunehmend in abwegigere Vergleiche und Gründe für das Festhalten an ihren „einzig wahren“ Moralthesen. (mehr …)

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WinteridylleGestern morgen beim Verlassen des Hauses lag überall in der Umgebung Schnee, und während ich zu meinem Auto schritt erinnerte ich mich an eine der Begebenheiten, die ich als junger Mensch mit Schnee und Auto erlebt hatte. Ich wohnte damals noch in der nordrhein-westfälischen Hauptstadt Düsseldorf und war inzwischen stolzer Besitzer eines alten marineblauen VW-Käfers geworden. Kaum zu glauben, aber das Fahrzeug aus dem Herstellungsjahr 1967  und mit satten 40PS versehen erwarb ich von einem Freund als Unfallfahrzeug mit lediglich verbogenen Stoßstangen und einem verbeulten Motorraumdeckel.  45,- DM kostete mich der Wagen, wobei 35,- DM dem vollen Tank galten. Das Auto selbst wurde mir zu einem Symbolpreis von 10,- DM übergeben. (mehr …)

Konservative Menschen haben häufig eine Denkrichtung, die ursprünglich in einer Art Gegenbewegung zur Epoche der Aufklärung und den damit verbundenen weiträumigen Veränderungen entstanden ist. Neben vielen anderen merkwürdigen Eigenarten wie Rückwärtsgewandtheit, Traditionsdenken und Standesdünkel ist dieser Denkrichtung auch der unbedingte Erhalt indoktrinierter moralischer Werte zu eigen. Deren unveränderliche Gültigkeit sehen Konservative nicht nur durch Traditionen, religiösen Weltanschauungen und daraus vermeintlichen natürlichen Gesetzen bestätigt, sondern auch in fiktiven überirdischen Instanzen, mit deren unabänderlichen Wahrheiten sie sich eins fühlen. (mehr …)

Eigentlich dachte ich ja, dass meine Schreibunlust etwas mit fetten Bräten, Feiertagen und Urlaub zu tun hätte. Tatsächlich aber scheint die Ursache vielmehr darin zu liegen, dass sich in den täglichen Meldungen immer wieder der gleiche Unsinn in abgewandelter Form wiederholt. Nachzulesen bei den neuerlichen Luftblasen eines Ludwig Schick, seines Zeichens Erdbeerschorsch Erzbischof von Bamberg, mit seiner Aufforderung, statt einem öffentlichen „Coming out“ sich doch eher als Sünder zu bekennen und Buße zu tun. Womit Schick mal wieder in unerträglicher Weise nicht nur seine diskriminierende Homophobie offenbart, sondern auch noch seine Ignoranz gegenüber der zunehmend vernunftsbezogenen Zivilisierung der Menschheit zur Schau stellt. Offenbar hat er bisher nicht einmal mitbekommen, dass viele der angeblichen Sünder gar nicht mehr in dem Verein Kirche Mitglied sind und demzufolge im christlichen Sinne weder sündigen noch büßen. Da ist wieder einmal heftiges Kopfschütteln angesagt. (mehr …)

Von einigen der vielen christlichen Bischöfe sind wir ja häufige Aussagen über eine angebliche Widernatürlichkeit bestimmter evolutionärer Spielarten gewohnt, wenn deren Anerkennung in die Gesellschaft Einzug hält. Nach dem Verständnis der Moralhardliner widerspricht Homosexualität eindeutig angeblich natürlichen Gesetzen. Wo sie diese Regeln ablesen verraten sie jedoch nicht. Kein Wunder, denn es gibt keine Regeln in der Natur, an denen eine zu praktizierende Natürlichkeit bzw. Widernatürlichkeit abgelesen werden kann. Insofern hatte ich mich hier schon einmal über den Schwachsinn ausgelassen.
Gestern jedoch stolperte ich an ganz anderer Stelle über diesen Quatsch, nämlich in dem Blog“Der Aufschrei„. Dort schrieb der Autor Joern Petersen in seinem Artikel mit der Überschrift „Wider Mutter Natur“ über „social freezing„, also dem Einfrieren von Eizellen für eine spätere Schwangerschaft für Frauen um die 50. Dabei bezeichnet er die Anwendungen der neuen Technik für dieses Alter als „wider Mutter Natur„. (mehr …)

Die freien Tage ab der Weihnachtswoche bis hin zum 6. Januar, der bei uns ebenso ein Feiertag ist,  lösen bei mir stets ureigenste Faulheitsbedürfnisse aus. Das mag sicher auch an den reichlich aufgetischten Bräten und Süßigkeiten liegen, welche der Weihnachtszeit bekanntermaßen stets anheim sind. Zusätzlich folgt dann Silvester, an dem ich mich neben ein oder zwei oder drei Gläschen Sekt auch nicht gerade nur von Brot und Wasser ernähre . Doch damit nicht genug, denn gleich darauf folgt am Neujahrstag noch der Geburtstag eines Freundes aus der Verwandtschaft, dessen errechnete Pro-Person-Portionen bei dessen Feier inzwischen berüchtigt sind. Diesmal gab es eine Haxe mit einem Gewicht von etwa 800-900 Gramm (allerdings mit Knochen) mit Klößen und Sauerkraut, wobei ich gleich mal auf das Sauerkraut verzichtet habe. Wer will bei so vielem leckerem Fleisch sich noch mit pflanzlicher Kost die Essensfreude vermindern (jaja ich weiss, auch die Klöße werden aus pflanzlichen Produkten hergestellt…). Leider habe ich es versäumt, ein Foto des Gerichts anzufertigen. (mehr …)