Es gibt Artikel, da würge ich schon nach der Einleitung lauter als der mithörende Nachbar dies mit seinem Fernsehgerät übertönen kann. Einer davon ist ein Artikel in einer christlichen Zeitung, von dem ein Ausschnitt auf Atheist Media Blog zu lesen ist. Man braucht nach der Einleitung den Artikel gar nicht mehr weiter zu lesen, denn bei dem Satz „Forscher haben bislang keinen naturwissenschaftlichen Gottesbeweis geliefert. Die Existenz eines göttlichen Schöpfers widerlegt das allerdings nicht“ kann man – nachdem man sich den bitteren Mageninhalt vom Mund abgewischt hat – nur noch laut „Achwas!“ rufen.

Ich will hier gar nicht mehr auf die übliche fehlerhafte Argumentation in dem Zitat eingehen, nämlich dass sowieso nie bewiesen werden kann, dass etwas nicht existiert. Nein, ich rufe einfach dazu auf, ab heute an Kobolde, Rosa Einhörner, ach, einfach an alles zu glauben, was nicht widerlegt werden kann. Vor allem müssen wir jedoch an fähige Journalisten glauben. Warum? Deshalb:

„Forscher haben bislang keinen naturwissenschaftlichen Koboldbeweis geliefert. Die Existenz eines Kobolds widerlegt das allerdings nicht.“

„Forscher haben bislang keinen naturwissenschaftlichen rosa Einhornbeweis geliefert. Die Existenz eines rosa Einhorns widerlegt das allerdings nicht.“

„Forscher haben bislang keinen naturwissenschaftlichen Weihnachtsmannbeweis geliefert. Die Existenz eines Weihnachtsmanns widerlegt das allerdings nicht.“

„Forscher haben bislang keinen naturwissenschaftlichen Monsterunterdembettbeweis geliefert. Die Existenz eines Monstersunterdembett widerlegt das allerdings nicht.“

„Forscher haben bislang keinen naturwissenschaftlichen Beweis fähiger Journalisten geliefert. Die Existenz fähiger Journalisten widerlegt das allerdings nicht.“

Mehr gibt es zu dem Schwachsinn einfach nicht zu sagen…