Unsere uns schon ziemlich überdrüssige Bundeskanzlerin Angela Merkel ist auf erzkonservativen Wählerfang. Dabei schreckt sie auch nicht davor zurück, ein Verbot des „Formens“ von Menschen nach eigenem Gutdünken, also das Klonen, beispielsweise durch das Klonen der alten abgedroschenen Leerphrasen über das christliche Menschenbild zu begründen und Gottes Ebenbild zu bemühen. Da aber niemand weiss wie Gott aussieht, möchte ich lieber nicht sein Ebenbild sein. Er könnte ja auch so aussehen – oder wie Angela Merkel.

Zusätzlich zeigt die Bundeskanzlerin nach den Angaben der theoretisierenden Freunde der gräulich-schrecklichen Verschwörungen immer wieder das geklonte mächtige Rautenzeichen der neuen Weltordnungsmacht. Aber in Wirklichkeit weiss sie nur nicht wohin mit ihren Fingern, und dass dieses Rautenbild in den vielfach verschüttelten Händen inzwischen schon recht albern wirkt, hat Merkel noch gar nicht mitbekommen.
Merkwürdig ist jedoch, dass alle ihrer PolitikerInnen-Klone in den etwas größeren Parteien (von „groß“ kann ja nicht mehr gesprochen werden) trotz des zunehmenden Rückhalteverlustes der Kirchen in der Bevölkerung vermehrt auf christliche Wählergruppen setzen, obwohl auch diese immer weniger und immer kleiner werden. Aber da Politiker fast nur noch mit sich selbst und dem Klonen ihrer Selbstdarstellung beschäftigt sind ist es kein Wunder, dass sie die tatsächlichen gesellschaftlichen Trends erst dann wahrnehmen, wenn diese schon wieder vorüber ist. Insofern wirkt die Anbiederung an solche christlichen Klongruppen umso auffälliger und plumper.

BVerfG – gemeinfrei

Das Bundesverfassungsgericht hat endlich das erwartete Urteil zur Gleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften verkündet. Solche diskriminierungsaufhebenden Urteile sind in ihrer Häufigkeit inzwischen schon echt eine umfassende Schande für unsere zu verfassungskonformen Entscheidungen völlig unfähige Regierung, und es ist ebenso eine Schande, dass dieselbe ständig vom BVerfG den Weg gezeigt bekommt, den diese Regierung aufgrund des ihr wohl unbekannten Grundgesetzes anscheinend nicht mehr alleine findet. Vielleicht sollten wir doch bei der nächsten Wahl gleich das Bundesverfassungsgericht wählen, da können wir uns bisher zumindest sicher sein, dass das Grundgesetz in allen Punkten eingehalten wird, denn die kennen es…

Nachhilfe in Sachen Grundgesetz benötigen auch einige kirchlichen Klone Einrichtungen, allen voran – wie sollte es anders sein – , die deutsche Bischofskonferenz, ein Kreis alter rückwärtsgewandter und erzkonservativer Klone mit nichtwissenschaftlicher theologischer Ausbildung,  die über ihren Lautsprecher Zollitsch haben verkünden lassen: „Eine unterschiedliche Behandlung von eingetragenen Partnerschaften und der Ehe stellt deshalb keine Form der Diskriminierung dar, sondern betont den Wert, den die Ehe für die Gesellschaft hat.”[1] Abgesehen davon, dass sich auf diese Art und Weise auch begründen läßt, warum ein besonderer Schutz von Weißen gegenüber „Negern“ oder der besondere Schutz von Atheisten gegenüber Christen gerechtfertigt sein könnte, ist das Festhalten von den talartragenden Klon-Merkwürdigkeiten an diskriminierenden Einstellungen bezüglich sexueller Orientierungen (igittegitt) nichts Neues mehr. Das verklemmte Kapitel der sexuell völlig unterforderten kirchlichen Klonamtsträger zum Thema Sexualität mit einer traditionsreichen Kindesmissbrauchsgeschichte spiegelt sich stets in ihren eindeutig diskriminierenden Äußerungen wider. Die Kirche ist schon immer ein Hort solcher Diskriminierungen gewesen, sei es gegenüber Frauen, Kindern oder Wissenschaftlern. Und vor allem die katholische Kirche hat bis heute nichts, aber auch gar nichts daraus gelernt.
Dennoch ist es heutzutage völlig unerheblich, ob sich die Bischofsklone von dem Urteil des BVerfG distanzieren, wie Zollitsch hier so wortreich verkündet. Das interessiert niemanden, da sie inzwischen völlig ohne Macht sind und auch die Predigt von der Kanzel von den in Christo dem Herrn versammelten Zuhörern fast ausschliesslich verschlafen wird.

Lustig in dieser Hinsicht ist jedoch die Begebenheit, dass der EKD das Urteil des BVerfG mit der Aussage „Verantwortungsbereitschaft in allen Formen des Zusammenlebens zu stärken“ begrüßt und gutheisst. Der erzkonservative und fundamentalistische Klon-Ableger der Evangelischen Kirche jedoch stößt wie Zollitsch in das gleiche  Horn des vermeintlichen Untergangs des Abendlandes aufgrund des Urteils. Die sehen in Folge der Rechtsprechung nicht nur den Verlust des besonderen Schutzes  der Ehe, sondern gleichzeitig die Ehe zwischen Mann und Frau aufgrund der gleichgeschlechtlichen Gleichstellung als „natürlichen Beitrag zur Generationenfolge diskriminiert“. Das heisst also, dass hier nicht nur wie bei Zollitsch der besondere Schutz des Weißen gegenüber „Negern“ keine Diskriminierung sein soll, sondern die Evangelikalen sehen in der Gleichstellung von Weißen und „Negern“ auch noch eine Diskriminierung der Weißen. Da kann man sich echt nur noch umdrehen und übergeben.