Der Ted-Beitrag (TED = Technology, Entertainment, Design) der Künstlerin iO Tillett Wright gehört zu den beeindruckendsten Vorträgen zum Thema geschlechtlicher Orientierung. Unzählige Menschen wären nämlich tatsächlich zumindest verwundert, wenn sie feststellen müssten, wie viele ihrer Freunde, Nachbarn, Bekannte oder ArbeitskollegInnen unter ihnen gar nicht sexuell eindeutig orientiert sind. Die Künstlerin fotografierte 2.000 Menschen, die sich selbst nicht zu einer eindeutig geschlechtlichen Orientierung bekannten und sich bei der mit der Fotografie verbundenen Umfrage irgendwo im LBGTQ (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer oder Questioning)-Spektrum prozentual zwischen homosexuell und heterosexuell einordneten. Wie sich dabei zeigt sind die Grenzen häufig verwaschen, die Orientierung nicht eindeutig und somit „grau“. Wright zeigt durch diese weitverbreitete Grauzone die Unmöglichkeit moralischer oder gesetzlicher Schranken auf. Ein absolut sehenswerter 18minütiger Talk mit deutschen Untertiteln, auch oder vor allem für diejenigen, die immer noch meinen, dass alles ausser Heterosexualität gegen angeblich natürliche Gesetze verstoßen würde.

TED – Ideas worth spreading

Siehe auch
Die überflüssige Sonderstellung der Ehe
Praktizierte Todsünden
Das homophobe Aufheulen auf dem sinkenden (Kirchen-)Schiff
Traditionelle Diskriminierung
Die Mär von dem natürlichen Gesetz
Zwingt religiöse Moralapostel endlich zur Rechtstreue!
Der Vatikan und sein gefordertes Recht auf Diskriminierung

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