Hasi

Hasi sucht faule Eier – gemeinfrei

Heute gibt es einen österlichen Nestüberblick über mehrere faule Ostereier in loser Reihenfolge. Einige der recht kreativen Mitmenschen werden ja nicht müde, uns immer wieder solche Eier in´s Nest legen zu wollen. Das geschieht zumeist deshalb mit einer solchen Dreistigkeit, weil der Faulei-Leger sich selbst am Klügsten und seine Mitmenschen für dumm hält und demzufolge gar nicht auf die Idee zu kommen scheint, jemand könnte den Schwindel hinterfragen. Einige dieser Eier stinken zum Himmel und werden trotz ihrer Fäule gehütet und gepflegt, doch jeder kann sich sicher sein, dass aus einem faulen Ei noch nie das ausgeschlüpft ist, zu dessen Zweck es wider besseren Wissens dennoch gelegt wurde.

So ist das erste gefundene faule Ei derzeit mal wieder das Turiner Grabtuch, über das alljährlich zu Ostern merkwürdige Wissenschaftler  mit neuen Lügengeschichten über eine angebliche Echtheit aufwarten. Im GWUP-Blog wird demzufolge beschrieben, dass kleinste Teile des Turiner Grabtuchs jetzt neuerdings mit einem „Infrarot-Testverfahren“ – gemeint ist wohl eher eine Infrarotspektroskopie – untersucht wurden, mit der die Forscher das Tuch angeblich auf das 1. Jahrhundert nach Christus datieren konnten. Jedoch stehen einem solchen Ergebnis leider zwei völlig unlogische Dinge im Weg. Zum Einen ist eine Infrarotspektroskopie für die Altersbestimmung genauso geeignet wie ein Thermometer zu Farbbestimmung von Tapeten, zum Anderen hat die Kirche bestätigt, dass derzeit keine Teile des Grabtuches im Umlauf sind. Was denken sich diese angeblichen „Forscher“ eigentlich dabei, wenn sie solche Behauptungen gleich mit schlecht gemachten Lügen begründen? Da kann man hier nur kurz, bei der GWUP jedoch gerne etwas länger den Kopf schütteln.

Recht fürsorglich mit seinen Zuschauern ist in der vorösterlichen Zeit auch wieder einmal der immer noch von erzkonservativen Kräften durchzogene  Bayerische Rundfunk umgegangen, der den satirischen Auftritt des österreichischen Kabarettisten und „Science BusterMartin Puntigam natürlich rein zufällig an den kirchenkritischsten Stellen gekürzt und dabei auch keine Mühen gescheut hat, einzelne Sätze heraus zu schneiden. Nun sind wir ja von dem von katholischem Filz und erzkonservativen Motten durchzogenem Sender manch faules Zensur-Ei gewohnt. Auch wissen wir um die Kniefälle der Verantwortlichen des BR vor den Eiern bayerischer politischer oder kirchlicher Urkräfte in der Regelmäßigkeit sonntäglicher Kirchenbesuche. Doch die Bevölkerung in der Bundesrepublik, vor allem die vermeintlich schützenswerten bayerischen Einwohner geben die Hoffnung nicht auf, dass auch der Bayerische Rundfunk als öffentlich-rechtlicher Sender irgendwann – vielleicht sogar schon im nächsten Jahrhundert – das Duckmäusertum sowie das Obrigkeitsdenken abgelegt und die Pressefreiheit verinnerlicht hat. Da der BR sich aber noch langsamer entwickelt als die katholische Kirche rechnet niemand damit vor dem Jahre 2200.

In Österreich wehrt sich die Kirche ohne rechtliche Grundlage mit gedruckter Propaganda im schulischen Religionsunterricht gegen das „Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien„, deren Obmann der österreichische Physiker, Universitätsprofessor i.R. und „Science BusterHeinz Oberhummer ist. Die Verteilung der faulen Eier in Form von Broschüren geschieht anscheinend durch Duldung des österreichischen Bildungsministeriums. Oberhummer hat Unterrichtsministerin Schmied aufgefordert, „diesen zynischen Propagandaeinsatz von LehrerInnen, die von der öffentlichen Hand bezahlt aber von der Kirche arbeitsrechtlich abhängig sind, umgehend zu unterbinden“ (Quelle). Notfalls wird die Initiative gegen diese unrechtmäßige Einflussnahme auf das Stimmverhalten im Volksbegehren rechtlich vorgehen, so Oberhummer.

Das Leben des Brian“ von Monty Python sollte am Karfreitag nicht einmal in geschlossener Gesellschaft aufgeführt werden dürfen. Dieses faule Ei legte die Bezirksregierung Arnsberg, allerdings im Einklang mit den überholungsbedürftigen oder gar abschaffungswürdigen Feiertagsgesetzen, denen schon lange der Geruch der Verwesung anhaftet. Gegen die schriftliche Verordnung wehrten sich etwa 30 Aktivisten von der Initiative „Religionsfrei im Revier“ aus Bochum und Umgebung mit der gezielten Provokation, am Karfreitag den Film „im Rudel“ anzusehen. Es wurde im Vorfeld allerdings sowieso mit einem im Ruhrgebiet üblichen gelassenen Umgang mit dem Verstoß gegen das faule Ei gerechnet. Also bitte jeder nur ein Ei … äh …Kreuz.

Gene – gemeinfrei

Die schlimmsten faulen Ostereier im Nest haben uns in diesem Jahr die inzwischen zunehmend fundamentalistischen und vermehrt wissenschaftlich ahnungslosen Schreihälse gebracht. Gemeint sind die grünen Gen-Stalinisten von der Partei Die Grünen/Bündnis90 sowie die inzwischen in Sachen Gentechnologie ideologisch völlig verblendeten Greenpeace Aktivisten. Die wollen nämlich in ihrer von in tiefer Ahnungslosigkeit und unwissenschaftlichen Aberglauben geprägten Angst vor der bösen Gentechnologie, dass Niedersachsens Schüler besser verblöden und auf keinen Fall etwas über das böse Gen lernen sollen. Das Schulprojekt HannoverGen, „ausgewählter Ort 2011 im Land der Ideen“ wird nun nach dem Willen der grünen Gen-Ungebildeten zu einer ausgewählten Ruine werden, in die sie dann ihre faule Eier legen und diese als ökologischen Fortschritt verkaufen möchten. Doch was passiert, wenn jemand ein grünes Ei ausbrüten will? Es wird nur noch mehr stinken, und genau das versuchen die Grünen in Sachsen-Anhalt, indem sie dort mit allen Mitteln den  Lyssenkoismus ausbrüten und mit Hilfe einer ähnlich merkwürdigen Argumentation den Ausstieg aus der Gen-Forschung mit allerlei unterschwelligen Zwangsmaßnahmen forciert wissen wollen. Dabei räumen sie völlig ohne tatsächlicher Kenntnis den eigenen gen-ängstlichen Lügen aus ideologischen Gründen mehr Priorität ein als den Argumenten der Wissenschaft.
Das passt im Prinzip inzwischen bestens zu dem Rest der grünen Dampfplauderer, die mit ihrer auf wissenschaftlicher Gesamt-Unkenntnis aufgebauten Ideologie bis in die Ministerien vordringen und sich nicht scheuen, mit der idiotischen und völlig unwirksamen Alternativmedizin sich auf eine gesundheitspolitische Geisterfahrt zu begeben, die inhaltlich an Ahnungslosigkeit und Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten ist.
Es wird wirklich Zeit, diesen merkwürdigen Trupp mit der mehr als kruden Vorstellung von Wissenschaftlichkeit endlich aus der Politik heraus zu wählen. Mit solchen Politikern kann sich Deutschland im Ausland nur noch vollends lächerlich machen. Inzwischen sollte nämlich auch dem Letzten bewusst sein, dass grün nicht nur die Farbe einer Partei ist, sondern in viel intensiverer Form auch die Farbe übelriechender Eier. Frohe Ostern!