November 2012


Zur Zeit ist wieder in der von den meisten Menschen auf der Welt benutzten Online-Enzyklopädie Wikipedia ein Spendenaufruf verfasst. Der Hauptgründer der Wikipedia, Jimmy Wales und andere bitten darin um Spenden für ein weltweit verfügbares Lexikon als gemeinnütziges Werk von hoher Bedeutung, denn sowohl Wikipedia als auch Wikimedia sind aus dem Internet nicht mehr weg zu denken. Insofern ist die Petition zur Aufnahme von Wikipedia als Weltkulturerbe eine zusätzliche konsequente und richtige Forderung. In einem etwas älteren TED-Vortrag (TED = Technology, Entertainment, Design) spricht Jimmy Wales über die Geburt von Wikipedia und über die gut funktionierenden selbstkontrollierenden Mechanismen innerhalb der niemals fertigen Online-Enzyklopädie. Mit deutschen Untertiteln. (mehr …)

Überschaubare Relevanz, Screenshot

Die kurze aber passende Überschrift habe ich von Muriel übernommen, der auf seinem Blog „Überschaubare Relevanz“ nur mit Mühe unterdrücken konnte, im Zusammenhang mit dem Leistungsschutzrecht und der Google-Kampagne seiner bisher zumeist unsympathischen Lieblingspartei FDP (Muriel: „lieber Hodenkrebs als Hirntumor„) bis zu ihrer Parteizentrale nach Berlin entgegen zu schreien, dass sie als Partei doch endlich sterben gehen soll. Der ausführliche Artikel vom Muriel seziert in sauberer Wutarbeit die Argumente der FDP-Politiker gegen die Google-Kampagne, insbesondere die merkwürdigen Äußerungen von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sowie dem Urheberrechtsexperten der FDP,  Stephan Thomae. (mehr …)

Nachdem nicht nur in der Bloggerszene eine gewisse Unruhe über das vorgeschlagene neue Leistungsschutzrecht herrscht, sondern sich inzwischen auch verschiedene Interessenverbände mit lauter Kritik zu Wort melden, will die Bundesregierung nun das Gesetz in einer Nacht- und Nebel-Aktion zu später Stunde innerhalb kürzester Zeit beraten lassen und schnell über die Bühne bringen. Inzwischen jeodch wehrt sich neben den Verbänden und zumeist fachlich versierte Blogger auch das Unternehmen Google gegen das geplante Leistungsschutzrecht. Google fordert auf seiner Startseite unter der Sucheingabe mit einem Link die Suchmaschinennutzer auf, sich über die Nachteile des geplanten Leistungsschutzrechts zu informieren und dem entsprechendem Bundestagsabgeordneten eine Mail zu schreiben. (mehr …)

Ohne WorteBild: Der Nesselsetzer CC BY-SA 3.0

Vor einiger Zeit hatte ich ihn mit einem TED-Vortrag (TED = Technology, Entertainment, Design) schon einmal in meinem Blog: Michael Shermer, us-amerikanischer Wissenschaftsjournalist, Wissenschaftshistoriker und Gründer der Skeptics Society, außerdem Herausgeber der amerikanischen Skeptiker-Zeitschrift SKEPTIC, spricht in der heutigen TED-Aufnahme über den Glauben an seltsame Dinge wie eine Jungfrau Maria auf einem Käsebrot oder teuflische Einflüsterungen auf rückwärts gespielten Tonaufnahmen. Shermer zeigt auf lustige Weise mittels Videos und Musik, wie wir uns dazu bringen zu glauben und Tatsachen einfach zu ignorieren. Am Ende zeigt er zusätzlich ein cooles Beispiel der Musikerin Katie Melua, die sich von einem wissenschaftlichen Hinweis auf originelle Art und Weise beeindrucken ließ. Mit deutschen Untertiteln. (mehr …)

Die Demut präsentiert den abgeschlagenen Kopf der Überheblichkeit – gemeinfrei

Politiker sprechen in den letzten Jahren vermehrt unabhängig vom Ausgang einer Wahl an Wahlabenden gerne davon, dass sie das Votum des Wählers in Demut annehmen. Nachdem Verlierer früher häufig dem Wähler offen oder versteckt Dummheit vorwarfen („wir konnten unsere Zielsetzung nicht vermitteln…“), geben sich Wahlverlierer inzwischen zumeist gezielt demütig, um zumindest die nächste anstehende Wahl nicht auch noch wegen bleibender Verärgerung der Wähler aufgrund idiotischer Sprüche zu verlieren. Gewinner dagegen nehmen nicht mehr die arrogante Siegerpose ein und verneigen sich in Demut vor dem Vertrauen der Wähler. Dass solche Sätze, die schon während des Interviews einen Würgereiz beim Wähler verursachen, sich später stets als leere Phrasen oder heisse Luftblasen entpuppen ist nicht erst an den jüngeren politischen Entscheidungen abzulesen. (mehr …)

Im Internet-Law-Blog von Thomas Stadler war vor einigen Tagen nachzulesen, dass der „Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht für Presseerzeugnisse in der Fassung vom 14.11.2012 (…) jetzt über den Bundestagsserver abrufbar (ist)“. Weiter heisst es dort: „Gegenüber den zuletzt diskutierten Versionen hat sich offenbar nichts mehr geändert. Die Änderungsvorschläge die aus Bundesratsausschüssen kamen, haben bislang jedenfalls keine Berücksichtigung gefunden.
Das neue gewünschte Leistungsschutzrecht gehört zu den Lobby-Gesetzen, in denen von Suchmaschinen und News-Anbietern verlangt wird, für die Erwähnung von Verlagserzeugnissen zu bezahlen. (mehr …)

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