Man sagt es ihnen nach und es bestätigt sich immer wieder: Eichstätt, Paderborn und Bamberg (manchmal auch Fulda und hin und wieder eine kuriose Einzelstimme aus Köln) wetteifern nach wie vor um den schwärzesten Ort mit einfältig konservativen und Massenfacepalm auslösenden Sprüchen. Böse Zungen behaupten, dass man in diesen Zentren tiefkatholischer Frömmelei zum Schattenwerfen in den Keller geht und das Licht der Erkenntnis wegen völliger Sinnlosigkeit freiwillig einen grossen Bogen um diese Bistümer macht.

Die genannten Bistümer scheinen ebenso darum zu wetteifern, wer denn die mittelalterlichsten Aussagen veröffentlicht. Insofern ist es auch kein Wunder, dass nach der öffentlichen und von Unkenntnis geprägten Aussage über die Schöpfung im Labor vom Bamberger Erzbischof Ludwig Schick gleich der nächste Unsinn von ihm herausgeplärrt wird.

Diesmal jedoch ist es nicht nur der beseelte Wunsch mit Hilfe des Blasphemie-Gesetzes Gott vor Lästerungen zu schützen. Diesmal fordert Schick öffentlich einen viel weitergehenden Schritt. Er möchte auch alle „heilige Personen, heilige Schriften, Gottesdienste und Gebete sowie heilige Gegenstände und Geräte aller Religionen“ geschützt sehen, also einschiesslich sich selbst. Als Konsequenz würde das nämlich nicht nur bedeuten, dass Widerspruch gegen den Papst oder den Bischöfen schon Gotteslästerung ist, sondern gegen jeden Gläubigen überhaupt. Machtbesessenheit läßt grüßen. Das ist schon so idiotisch, dass es sich nicht einmal lohnt, noch mehr über den Quatsch zu schreiben.
Vielleicht könnte Schick ja regelmäßig die Kirchenglocken für seine armen verspotteten Schäfchenseelen läuten lassen – ganz im Sinne seines früheren Chefs Johannes Dyba aus Fulda, der in den 90er Jahren für die Seelen abgetriebener Kinder regelmäßig am 28. Dez. die Kirchenglocken in seinem Bistum läuten ließ. Naja, genutzt hat es nichts…

Nachtrag: Lesenswertes zu Schicks Äußerungen von Thomas Stadler auf dem Internet-Law-Blog.

In jedem Falle aber bekommt Ludwig Schick heute den Facepalm des Monats verliehen – sogar von Jesus persönlich!