A homeopathic medicine set Auch früher schon massenhaft wirkunsglos – Wiki gemeinfrei

In letzter Zeit setzt sich langsam aber dennoch zunehmend auch in der Bevölkerung die Erkenntnis durch, dass Homöopathie nichts weiter ist als wirkungsloser Plunder, und diese Erkenntnis bewirkt erste erfreuliche Konsequenzen, bspw. in Großbritannien. Manche Freunde und Nutzer der Homöopathie reden ja inzwischen – wenn auch noch unter Schmerzen und recht kleinlaut – sogar schon davon, dass zumindest der Placebo-Effekt immerhin ein Grund sei, um der Homöopathie eine Berechtigung angedeihen zu lassen, denn tatsächliche Argumente ob einer Wirkung aus dem Mittel selbst heraus kann niemand mehr überzeugend bringen. Letztendlich hat aber alles einen Placebo-Effekt, soweit man es nur überzeugend genug anbringen oder verkaufen kann.

In Großbritannien ist aber seit dem 1. Juli 2012 damit Schluß. Trotz des ewigen Thronfolgers und verdünnungsfreundlichen „Schlangenölverkäufers“ (O-Ton Edzard Ernst) Prinz Charles wurde in Großbritannien seit diesem Datum aufgrund fehlender Belege quasi per Gesetz der Homöopathie den Status der Wirksamkeit aberkannt. Einen Nachweis, dass Homöopathie wirksam sei, konnte trotz Aufforderung bis dato niemand vorlegen (was mich ja irgendwie nun gar nicht wundert…).

Schon einmal vergessen und mühsam wiederbelebt: alte Globuli
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Nun ist möglicherweise die gesetzliche Forderung nach einem Wirksamkeitsnachweis der abgestandenen Wässerchen und gepressten Zuckerbömbchen den pharmazeutischen Homöopathielobbyisten derart unangenehm, dass sie sich in ihrer zunehmenden Ratlosigkeit an jeden neu auftauchenden Strohhalm klammern, auch wenn es da gar nichts mehr zu klammern gibt.
So geschehen vor Kurzem bei einer Studie, die im Grunde nichts über Homöopathie aussagt. Von der Hufelandgesellschaft wurde diese Studie mit einem “Forschungspreis” geehrt, und schon gibt es einen angeblichen Nachweis der Lebensqualitätserhöhung bei Krebspatienten. Damit das Ganze noch ungetrübt in´s Volk gestreut werden konnte wurde gleichzeitig unterschlagen, dass in der mit Homöopathie behandelten Gruppe die Todesfälle höher waren. Das hat  zwar auch nichts mit Homöopathie zu tun, vorsichtshalber aber hat es niemand erwähnt, damit keiner auf dumme Gedanken kommt. Und außerdem: was soll man sich in solchen Fällen auch um die paar tödlichen Nebensächlichkeiten kümmern.

Wichtig ist doch in diesem Fall, dass man eine nichtssagende Studie mit einem nichtssagenden Preis adelt und damit der Homöopathielobby Möglichkeiten in die Hand gibt, öffentlich mit falschen Angaben für etwas völlig Wirkungsloses zu werben. Inzwischen ist das schon so auffällig und lächerlich, dass man nicht einmal mehr den Kopf schütteln mag. Und an dem mit spärlichen Worten geschriebenen Artikel der GWUP kann man leicht ablesen, dass dieser Fall sich auch nur einreiht in die große Zahl der Manipulationsversuche zugunsten diverser Quacksalbereien: „Alles in allem illustriert die Story einmal mehr den Glauben unserer Huschi-Fuschi-Freunde an die Kraft der Verdünnung: Je dünner die Argumente, desto stärker die Einbildung, dass trotzdem etwas dran sein muss.“ (aus GWUP – Homöopathie wirkt, wenn man ihr einen Preis verleiht).