Polarlicht in Norwegen
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Gestern hatte ich über die derzeitigen Aktivitäten der Sonne geschrieben und dabei ein paar Bild- und Videobeispiele über gut sichtbare Protuberanzen, koronale Massenauswürfe, Gas- und Strahlungsausbrüche sowie Sonnenstürme aufgeführt.
Heute schauen wir uns die angenehmen Seiten der Sonnenstürme (oder Sonnenwinde) an. Und natürlich stellt sich die Frage, wie diese wunderschönen und ständig wechselnden farbigen Leuchtfahnen am Himmel entstehen.

Abschirmung der Erde mittels eigenem Magnetfeld (nicht maßstabsgetreu)
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Die von der Sonne durch Eruptionen ausgesandten Teilchenschauer treffen mit rd. 400 – 1800 km/s (je nach Stärke) auf die Erde auf, vorausgesetzt, sie wurden in Richtung Erde „abgefeuert“. Teilchenschauer bestehen zum großen Teil aus mit Magnetfeldern wechselwirkenden Teilchen wie Elektronen, Protonen und einige schwere Ionen. Heftige Teilchenschauer nennt man deswegen auch magnetische Stürme. Sie drücken das Magnetfeld der Erde gegen diese und verformen es.
Das Magnetfeld der Erde ist wie bei einem Stabmagneten aufgebaut und besteht aus Feldlinien, die von Norden nach Süden gehen, wobei zu beachten ist, dass hier die magnetischen Pole und nicht die geographischen gemeint sind. Denn tatsächlich liegt der magnetische Nordpol der Erde in der Nähe des Südpols, und hier treten auch die magnetischen Feldlinien aus. Insofern ist unser geographischer Nordpol physikalisch der magnetische Südpol, wobei die nicht deckungsgleich sind, denn unsere magnetischen Pole sind nicht ortsfest. Der geographisch nördliche Magnetpol wandert derzeit etwa 30 km/Jahr in Richtung Nord-Nordwest, wobei sich Richtung und Geschwindigkeit ständig ändern.

An den Magnetpolen der Erde kommt es  zu den berühmten Polarlichtern, weil die Teilchen den Magnetfeldlinien folgen und somit zumeist ringförmig auf die Atmosphäre auftreffen. Dort regen sie Luftmoleküle durch spontane Emission zum Fluoreszieren an. Polarlichter nennt man am Nordpol Aurora borealis bzw. am Südpol Aurora australis.

Die beiden nun folgenden enstpannenden und mit Musik untermalten Kurzfilme (4:29 min. und 2:43 min.) zeigen mit sehr schönen Zeitrafferaufnahmen Polarlichter aus dem Norden Europas. Da kann man sich nur noch zurücklehnen und geniessen.

Amazing Northern Lights in Norway

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Polarlicht

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