Blogautor CC BY-SA 3.0

An manchen Tagen hat man in einer Werkstatt für elektronische Musikinstrumente auch ganz unelektronische Geräte in Reparatur. Altehrwürdige Grammophone aus der Zeit der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert gibt es ja noch einige gut erhaltene mit historischem Wert.
Manchmal waren die Geschwindigkeitseinstellungen bei den federgetriebenen Grammophonen so verstellt, dass die auf 78 Umdr./Min. genormte Schelllackplatte viel zu schnell lief. Dann wurde aus einer männlichen Gesangsstimme leicht eine weibliche, die den Text hektisch herunterspulte.

Aus den überdimensionalen Schalltrichtern quäkte es häufig laut und manchmal unerträglich, denn die Trichter verstärkten auf rein akustischem Wege den Ton aus der groben Nadel so stark, dass manche Zeitgenossen Schals oder Tischtücher hineinstopfen mussten, um den Nachbarn nicht zu belästigen.
Ab 1910 wurden die riesigen Schalltrichter eher als vulgär empfunden und dieselben nach innen ins Gehäuse verlegt und mit Holztürchen versehen, so dass man beim Schließen der Türen die Lautstärke dämpfen konnte.
Wer mehr über diese historischen Abspielgeräte erfahren möchte, ist bei Wikipedia gut bedient. Wie immer kann man zum Vergrößern das Bild anklicken.

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