Wenn Harald Lesch, Professor für theoretische Astrophysik in einer Sendung etwa mit den Worten beginnt: „Leute, es ist mal wieder soweit, ich hab ´nen  dicken Hals“, dann kann man davon ausgehen, dass ihm eine dieser unsinnigen Verschwörungstheorien über den Weg gelaufen ist. In der 2001 erstgesendeten Alpha-Centauri-Sendung des Bayrischen Rundfunks regt sich Harald Lesch – „Ich finde es eine Zumutung, wenn ich so einen Schwachsinn lesen muss“ – über die Zahlenmystiker auf, die in den ägyptischen Pyramiden angeblich alle neuzeitlichen physikalischen Konstanten (wie etwa die der Lichtgeschwindigkeit) entdeckt haben wollen.

Somit schliessen sie daraus, dass die alten Ägypter unmöglich dieses Wissen hätten haben und demzufolge nur Außerirdische die Pläne für die Pyramiden hätten anfertigen können.

Dass dies natürlich Humbug ist und man beliebige Zahlenspiele mit unzähligen verschiedenen Gegenständen betreiben kann, zeigt Harald Lesch am Beispiel eines holländischen Fahrrads und dem niederländische Astronom Cornelis de Jager, der vier Parameter aus dem Fahrrad ermittelt und diese auf die Natur-Konstanten hochgerechnet hat. Sehenswert, vor allem für Leichtgläubige…

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Alpha Centauri: Harald Lesch – Was ist Radosophie

Eine Sendung des Bayrischen Rundfunks