Göttlicher Absturz durch den Verlust der Männlichkeit.
gemeinfrei

Um Himmels Willen, was hat denn Kristina Schröder, die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend da nur von sich gegeben! Ausgerechnet kurz vor Weihnachten hat sie dem lieben Gott das Geschlecht geklaut. Nein, sie hat ihn nicht nur beschnitten, sondern gleich seine ganze Männlichkeit vernichtet. Schröder hat Gott quasi en passant entmannt, den göttlichen Penis geraubt, das Gemächt gestohlen und ihn damit in die völlige Zeugungsunfähigkeit getrieben. Der Arme. Nun ist der Piephahn weg und in Bayern ist man entsetzt. Undenkbar, wenn gerade jetzt das Gott mit einer Jungfrau …äh…, um vielleicht einen Halbbruder von Jesus als Messias in die Welt zu senden? Aus und vorbei! Schröder hat ihn einfach totalkastriert! Unglaublich!

Schlimm genug, dass inzwischen schon jeder zweite Deutsche nicht mehr an Gott glaubt. Jetzt kommen auch noch welche daher, die ihn seiner Männlichkeit berauben und zu einem Eunuchen degradieren. Kein Wunder, dass das schmerzverzerrte Geschrei groß ist. Wie kann man auch den eigenen Vater zum Eunuchen machen?! Insofern reagierte Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer empört: “Dieser verkopfte Quatsch macht mich sprachlos.” Das jedoch verwundert kaum, denn die Benutzung des Kopfes ist nicht nur bei bayerischen PolitikerInnen mit zunehmender Schwerstarbeit verbunden und endet oft in Sprachlosigkeit, die sich auch häufig im Abfeuern leerer Worthülsen oder in emotionalem Geschrei niederschlägt. Und die in die gleiche Kerbe schlagenden männlichen Schreihälse fassen sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an´s Gemächt und beklagen die göttliche Totalkastration, als wäre es die eigene. Wie hätte Gott auch je aus einer Jungfrau eine Gebärende machen können wenn nicht als Mann? Da bleibt einem doch nichts weiter, als laut “Heiliges Gemächt” zu rufen und Kristina Schröders Äußerungen als dumm und dreist zu verdammen.

Gott – “Rasiert ihn!”
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Doch die nächste Konsequenz wird nicht lange auf sich warten lassen. Wenn Gott also, wie der Papst tatsächlich selbst festgestellt hat (wobei ich nun lieber nicht nachfrage, auf welche Art und Weise er zu dieser Feststellung kam), weder Mann noch Frau ist und Kristina Schröder ihn sicherheitshalber auch noch das Geschlecht klaut, dann muss auch der Bart ab! Ganz klar, hier ist Butter bei die Fische angesagt! Hosen runter! Vielleicht kann Kristina Schröder als nächstes diese Forderung öffentlich einbringen und mit ihrer netten (un)verbindlichen Art dazu anregen, dass auf allen Gemälden der Bart verschwindet. Seine Haut ist im linken Bild auch nicht gerade die schönste und über den nötigen Friseur will gar nicht schreiben. Vielleicht sollte er gleich auffrischend ganz übermalt werden!

Übrigens, im Rest der Republik hat es auch schon früher niemanden wirklich interessiert, wenn in Bayern vorwiegend emotionsschwangere Kritik laut wurde. Schon seit der Gründung der Republik wurde über merkwürdige zumeist urkatholisch angehauchte Äußerungen aus dem bayerischen Urland gelächelt und man ging dann schnell wieder zur Tagesordnung über. Deshalb hat Kristina Schröder mit der eher für kleine Mädchen gedachten Äußerung über die Geschlechtsneutralität Gottes auch genau die Richtigen getroffen. Allerdings hätte sie gendergerecht auch noch die kleinen Buben, also die vielen männlichen Schreihälse mit Kastrationsängsten explizit erwähnen sollen. Das Gott hätte es gerechterhalber sicher gerne gesehen…

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