Die genetischen Spuren der Auswanderungen der Menschen vor 80.000 Jahren aus Afrika führen zurück zu einer einzigen Frau. Alle genetischen Spuren lassen sich dorthin zurück verfolgen, alle Menschen der Gegenwart sind genetisch mit einer Frau verbunden.
Als Erste hat die Biologin Prof. Rebecca Cann mit Hilfe der mitochondrialen DNS den genetischen Zusammenhang der Menschen auf der ganzen Welt verstanden. 1987 veröffentlichte sie und ihre Kollegen die Forschungsergebnisse. Demnach haben die Afrikaner die größte Vielfalt der Erbanlagen und sind somit die Ältesten in der Stammesgeschichte der Menschheit.
Doch die Erkenntnis, die am meisten Aufsehen erregte war die Entdeckung, dass alle menschlichen Gene sich bis zu einer einzigen Quelle zurückverfolgen lassen, nämlich zur afrikanischen Eva, unserer Stammmutter.
Der folgende Beitrag erzählt in knapp 42 Minuten von dieser Entdeckung und der überraschenden Erkenntnis, dass wir alle miteinander “verwandt” sind.
Hier geht es zum Youtube-Video:


11. August 2012 at 12:40
Grundsätzlich geschieht Evolution nicht allmählich in großen Bevölkerungen, sondern tatsächlich über kleine Gruppen und dort auch ziemlich plötzlich. In sehr großen Gemeinschaften würden nämlich tatsächlich kleinste Änderungen schnell verwässern. In kleinen Gruppe können sich Mutationen, falls nützlich, doch recht fix durchsetzen, und eine solche kleine Gruppe kann dann bei passender Gelegenheit eine größere Gruppe (womöglich sogar die, von der sie sich mal abspaltete) verdrängen (ich glaube, das nennt sich Keiltheorie). Logisch zuende gedacht bedeutet dies, dass am Ende alle Mitglieder der großen Gruppe von der einen Mutation in der kleinen Gruppe abstammen.
Insofern kann es sogar viele einzelne Stammmütter (seriell, nicht parallel!) im Laufe der Menschheitsgeschichte gegeben haben, da sich bei der Entstehung unserer Art dieser Abspalten-Mutieren-Durchsetzen-Verdängen-Zyklus vermutlich sehr häufig abgespielt hat. Will sagen, wir haben vielleicht alle genau die gleiche Ur^4000-Oma und die gleich Ur^6000-Oma, allerdings völlig verschiedene Ur^5000-Omas. Ich sag’s ja schon immer, die Wirklichkeit ist phantastisch!
11. August 2012 at 12:44
Ja, Danke für die Erläuterungen und volle Zustimmung, auch dazu, dass die Welt phantastisch ist.